NACHRICHTEN
29/12/2016 13:11 CET | Aktualisiert 29/12/2016 13:12 CET

Pest oder Cholera: GroKo und Rot-Rot-Grün sind für die Wahl 2017 am beliebtesten

Eine Große Koalition aus Union und SPD ist bei den Wählern immer noch am beliebtesten
Stefanie Loos / Reuters
Eine Große Koalition aus Union und SPD ist bei den Wählern immer noch am beliebtesten

Es sind keine zehn Monate mehr bis zur nächsten Bundestagswahl.

Fest steht dabei erstens: Nach aktuellem Stand werden im neuen Bundestag so viele Parteien vertreten sein, wie seit 1957 nicht mehr. Und Zweitens: Die Große Koalition steht gehörig unter Druck.

Kam die GroKo 2013 noch auf 67,2 Prozent, erreichen Union und SPD laut aktuellen Umfragen zusammen nur noch zwischen 50 und 58 Prozent. Eine GroKo scheint deshalb so unbeliebt wie lange nicht.

Das Umfrage-Institut Insa hat im Auftrag der “Bild”-Zeitung jetzt gefragt, welche Koalition sich die Wähler wünschen - und welche sie auf gar keinen Fall wollen. Und das Ergebnis ist durchaus überraschend.

Am beliebtesten ist demnach die GroKo (Union und SPD), gefolgt von Rot-Rot-Grün (SPD, Linke und Grüne), der Ampel (SPD, FDP und Grüne), Jamaika (Union, FDP und Grüne) und - neu im Repertoire - einer Bahamas-Koalition (Union, FDP und AfD).

Das sind die drei wichtigsten Erkenntnisse aus der Umfrage:

1. Die Koalitionen über die am meisten geschimpft wird, sind am beliebtesten

Auch wenn immer wieder zu hören ist, dass Deutschland vier weitere Jahre mit einer großen Koalition politisch einschläfern würde, wollen nach wie vor 28 Prozent der Wähler das Bündnis von Union und SPD. Was aber für die aktuelle “Dagegen-Stimmung” spricht: Obwohl keine Koalition mehr Anklang findet, sind doch mehr Wähler explizit gegen eine GroKo als dafür, nämlich ganze 30 Prozent. 19 Prozent der Wähler ist es egal, wenn es wieder zu einer GroKo kommt.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Noch mehr als die GroKo gilt Rot-Rot-Grün als Bündnis des Schreckens. Besonders Wirtschaft und Konservative beschwören Untergangsszenarien, sollte es zu dem Bündnis kommen. Trotzdem wünschen es sich 24 Prozent der Wähler, 36 Prozent der Befragten sind explizit dagegen.

2. Die SPD regiert (fast) immer mit

Obwohl die SPD in den aktuellen Umfragen nur auf 20 bis 22 Prozent kommt, ist sie in den drei beliebtesten Koalitionen GroKo, Rot-Rot-Grün und Ampel vertreten - außer in der GroKo würde sie sogar den Kanzler stellen.

Besonders pessimistische Experten prophezeien gar, dass die SPD noch nicht einmal die stärkste Kraft wird: Die AfD könnte sie überholen.

3. Auf die AfD in der Regierung haben die wenigsten Bock

Am wenigsten Gegner hat mit 30 Prozent der Befragten die GroKo. Es folgen Rot-Rot-Grün und Ampel mit jeweils 36 Prozent Ablehnung unter den Befragten. Für die Jamaika-Koalition sprechen sich zwar 20 Prozent der Wähler aus, aber mit 47 Prozent hat sie auch fast die Hälfte der Befragten gegen sich.

Mehr zum Thema: Bundestagswahl 2017: Bundespolitiker warnen vor Manipulation durch russische Regierung

Die meisten Gegner hat die Bahamas-Variante. 55 Prozent der Wähler wollen eine Koalition aus Union, FDP und AfD auf gar keinen Fall, nur elf Prozent wünschen sich dieses Bündnis.

Die Deutschen wissen wohl ein dreiviertel Jahr vor der Wahl besonders eins: Was sie nicht wollen. Dumm nur, dass ein “Nein” nicht auf dem Wahlzettel stehen wird.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Was für die meisten völlig selbstverständlich ist, bedeutet für Menschen mit körperlicher Behinderung enorme Anstrengung: einen Schulabschluss erreichen, einen Job finden und selbstständig in einer eigenen Wohnung leben.

Die Stiftung Pfennigparade setzt sich dafür ein, die Lebenswelten von Menschen mit körperlicher Behinderung nachhaltig zu verbessern. In ihren Einrichtungen lernen, leben und arbeiten über 3000 Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.

Unterstütze das Projekt jetzt und spende auf betterplace.org!

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.