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29/12/2016 07:40 CET | Aktualisiert 29/12/2016 07:44 CET

"Todesstern des Onlinehandels": Amazon will Pakete über Zeppeline liefern

Amazon
Eine Lieferdrohne von Amazob

Amazon will die Auslieferung seiner Pakete revolutionieren - mit Zeppelinen. Was wie veraltete Technik klingt, bezeichnet die US-amerikanische Tech-Journalistin Zoe Leavit allerdings als "Todesstern des Onlinehandels". Sie hatte das Patent des Versandriesens entdeckt.

Der sperrige Name des Patents verrät, um was es geht: "Luftgestütztes Ausführungszentrum mit unbemannten Luftfahrzeugen für die Lieferung von Gegenständen". Zu Deutsch: Amazon plant Zeppeline in einer Höhe von etwas 14.000 Metern zu parken, um von dort mit kleinen Drohnen Pakte auszuliefern.

Doch nicht nur das: Auch die Mitarbeiter sollen von der Erde mit kleinen Luftschiffen hinauf zu riesigen, fliegenden Hangars gebracht werden. Jede Bestellung soll mit einer eigenen kleinen Drohne zu den Kunden fliegen.

zeppelin versand

Amazons Konzept in der Patentschrift

Der Onlinehändler hatte das futuristisch anmutende Konzept bereits 2014 beim US-Patentamt eingereicht, im April wurde die Idee geschützt. Dafür, dass sie erst jetzt öffentlich wird, hat "Spiegel-Online" eine Vermutung: "Die Website von Amerikas oberster Ideenbehörde ist weit weniger fortschrittlich als viele Inhalte, die dort präsentiert werden."

Ob sich allerdings Amazons neuester Vorstoß jemals durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Zumindest die Auslieferung mit Drohnen ist nicht neu. Bereits Ende 2013 hatte Amazon dieses Projekt vorgestellt - dem 2015 von der US-Luftfahrtbehörde allerdings bereits ein Riegel vorgeschoben wurde.

So bleiben wohl auch die Zeppeline vorerst am Boden der Tatsachen.

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