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28/12/2016 04:29 CET | Aktualisiert 28/12/2016 08:17 CET

Türkei und Russland beschließen Waffenstillstandsabkommen für Syrien

Ein Kämpfer der "Freien Syrischen Armee"
Abdalrhman Ismail / Reuters
Ein Kämpfer der "Freien Syrischen Armee"

Die Türkei und Russland haben sich auf ein Waffenstillstandsabkommen in Syrien geeinigt.

Damit soll der derzeitige Waffenstillstand in Ost-Aleppo auf das gesamte Land ausgedehnt werden. Das berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch unter Berufung auf "zuverlässige Quellen".

Diese Quellen hätten der Agentur ebenso gesagt, dass Ankara und Moskau Anstrengungen unternehmen werden, um das Abkommen unter allen kriegführenden Parteien um Mitternacht des 29. Dezembers umzusetzen.

Zugleich seien alle Terrororganisationen, wie der IS, vom Waffenstillstand ausgeschlossen.

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Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, soll der Friedensprozess in der kasachischen Hauptstadt Astana unter Beteiligung der türkischen und russischen Führung fortgesetzt werden, falls der Waffenstillstand hält. Beide Länder würden als "Garantiegeber" für den weiteren Verlauf bereitstehen.

Auf die Frage nach einer solchen Einigung sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Agentur Tass: "Ich kann diese Frage jetzt nicht beantworten, ich habe nicht genug Informationen."

Peskow sagte weiter, es gebe andauernde Gespräche mit der türkischen Regierung darüber, in welcher Form ein möglicher Dialog zwischen der syrischen Regierung und der Opposition bei dem für Januar geplanten Treffen in Astana stattfinden könne. All das sei Teil der Bemühungen um eine politische Lösung in Syrien.

(ben)