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28/12/2016 10:07 CET | Aktualisiert 28/12/2016 10:10 CET

Was Sonne, Mond und Sterne uns für das Jahr 2017 bringen

Das verrät die Astronomie über das Jahr 2017
den-belitsky via Getty Images
Das verrät die Astronomie über das Jahr 2017

  • Sonne, Mond und Sterne: Diese Himmelsphänomene erwarten euch 2017

  • Die Astronomie ist die Grundlage vieler Kalender - und doch beginnt 2017 nicht immer am 1. Januar

  • Feiertage und Zeitumstellung: Diese Termine müsst ihr kennen

Zum Beginn eines neuen Jahres schauen Menschen gerne in die Sterne. Die Zukunft der Menschen sagen sie zwar nicht voraus. Astronomen können aber äußerst präzise kommende kosmische Ereignisse voraussagen. Finsternisse, Sichtbarkeiten der Planeten und Feiertage: All das lässt sich mit einem Blick in die Sterne absehen.

Aber auch wenn einem das astronoische Know-How fehlt, muss man nicht unwissend bleiben. Denn hier findet ihr alle wichtigen Antworten zu Sonne, Mond und Sterne für das Jahr 2017.

Was sehen wir am Januar am Nachthimmel?

Der winterliche Nachthimmel ist zu Jahresbeginn besonders reich an hellen Sternen. Der hellste Fixstern am irdischen Firmament, Sirius im Großen Hund, flackert in einem bläulich-weißen Licht halbhoch im Südosten.

Orion mit dem rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem Fußstern Rigel ist im Süden zu sehen. Hoch über unseren Köpfen steht die gelbliche Kapella, Hauptstern im Fuhrmann.

Aldebaran, das rötliche Stierauge, zieht im Südwesten die Blicke auf sich. Am Osthimmel erkennt man die Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux.

Dem Großen Hund folgt der Kleine Hund mit seinem gelblichen Hauptstern Prokyon. Die leuchtkräftigen Sterne Sirius, Prokyon, Kastor, Kapella, Aldebaran und Rigel bilden das Wintersechseck, das leicht am Sternenhimmel auszumachen ist.

Venus, hellster Planet am irdischen Firmament, beginnt den Jahresreigen als Abendstern. Sie ist als heller, weißer Lichtpunkt am frühen Abendhimmel bald nach Sonnenuntergang im Südwesten zu sehen.

Mars kann zu Jahresanfang noch tief am Westhimmel nach Einbruch der Dunkelheit erblickt werden. Der Rote Planet ist allerdings nicht mehr sehr auffällig.

In der zweiten Nachthälfte steigt der Riesenplanet Jupiter über die östliche Horizontlinie und strahlt unübersehbar im Sternbild Jungfrau. Merkur, kleinster und sonnennächster Planet, zeigt sich Mitte Januar in der Morgendämmerung.

Gegen Ende Januar taucht Saturn am Morgenhimmel kurz vor Beginn der Dämmerung auf.

Wann können wir die Planeten am Nachthimmel sehen?

night couple nature

  • Merkur gibt es nur für kurze Zeit

Merkur, der sonnennahe Planet, zeigt sich den bloßen Augen immer nur wenige Tage im Jahr. Der flinke Planet ist Mitte Januar und Mitte September morgens zu sehen.

Von Ende März bis Anfang April zeigt sich Merkur am Abendhimmel. In unseren Breiten ist dies die einzige Abendsichtbarkeitschance 2017.

  • Venus - vom Abend- zum Morgenstern

Venus ist von Jahresbeginn bis Mitte März sogenannter Abendstern. Mit maximaler Helligkeit strahlt der Abendstern am 17. Februar. Am 25. März trifft Venus mit der Sonne am Taghimmel zusammen.

Von April bis Ende Dezember spielt sie ihre Rolle als Morgenstern. Am 30. April leuchtet sie in größtem Glanz am Morgenhimmel.

  • Mars bis Juni am Abendhimmel

Mars hält sich bis Mitte Juni am Abendhimmel auf. Am 27. Juli wird er von der Sonne eingeholt und steht unbeobachtbar mit ihr am Taghimmel. Ab Ende September bis Jahresende kann man den roten Wüstenplaneten am Morgenhimmel sehen.

  • Jupiter steht in Opposition zur Sonne

Jupiter steht am 7. April am irdischen Firmament der Sonne gegenüber. Diese Stellung wird Opposition genannt. Der Riesenplanet kann die gesamte Nacht über beobachtet werden.

Bis Anfang September ist Jupiter am Abendhimmel zu sehen. Danach verbirgt er sich in den Strahlen der Sonne und kommt erst gegen Ende November am Morgenhimmel wieder zum Vorschein.

  • Saturn ist ab Dezember nicht zu sehen

Saturn steht am 15. Juni im Sternbild Schlangenträger in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über am Himmel vertreten. Bis Anfang November ist der Ringplanet am Abendhimmel vertreten.

Am 21. Dezember wird er von der Sonne eingeholt und hält sich unbeobachtbar am Taghimmel auf. Im Februar 2018 erscheint der Ringplanet wieder am Morgenhimmel.

Wann können wir Sternschnuppen sehen?

perseids

  • Quadrantiden im Januar

Zu Jahresbeginn erscheinen die Meteore der Quadrantiden. Dieser periodische Meteorstrom liefert im Maximum, das am 3. Januar eintritt, etwa 80 bis 100 Sternschuppen pro Stunde. Damit zählen die Quadrantiden zu den ergiebigsten Meteorströmen des Jahres.

Allerdings sind abends nur relativ wenige Meteore dieses Stromes zu erwarten, da das spitzte Maximum in die Tagesstunden fällt und der Ausstrahlungspunkt im Sternbild Bootes noch recht horizontnah steht.

  • Eta-Aquariden im Mai

In der ersten Mai-Woche tauchen die Eta-Aquariden auf. Sie scheinen dem Sternbild Wassermann zu entströmen. Das ausgeprägte Maximum wird in den Morgenstunden des 5. Mai erwartet, wobei bis zu vierzig Meteore pro Stunde aufflammen.

  • Perseiden im Mai

Im August wird der ergiebigste Sternschuppenschauer des ganzen Jahres aktiv. Vom 8. bis 12. flammen die Perseïden auf. Unter ihnen sind auch recht helle Objekte, die man als Boliden oder Feuerkugeln bezeichnet.

er Höhepunkt des Perseïdenstromes wird in den Morgenstunden des 11. August erreicht, wo mehr als hundert Meteore pro Stunde aufleuchten. Allerdings stört diesmal das helle Licht des abnehmenden Mondes die Beobachtung.

  • Leoniden im November

Mitte November machen sich am Morgenhimmel die Leoniden bemerkbar. Sie scheinen dem Sternbild Löwe zu entspringen. Zum Höhepunkt der Leonidenaktivität in der Nacht vom 17. auf 18. sind in diesem Jahr nur rund zwanzig Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten.

Mehr zum Thema: Sternzeichen: Der selbstbewusste Löwe

Diese Sternschnuppen sind außerordentlich schnell. Sie dringen mit 70 Kilometer pro Sekunde, das sind 252.000 Kilometer pro Stunde, in die Erdatmosphäre ein. Mit dieser Geschwindigkeit dauerte die Reise von der Erde zum Mond nur eineinhalb Stunden.

Wie viele Finsternisse gibt es 2017?

lunar eclipse

  • Halbschattenfinsternisse des Mondes

Das Jahr 2017 bietet vier Finsternisse: In der Nacht vom 10. auf 11. Februar tritt der Mond in den Halbschatten der Erde. Zum Höhepunkt der Finsternis eineinhalb Stunden nach Mitternacht bemerken aufmerksame Beobachter eine leichte graue Verschleierung der Nordkuppel des Mondes.

Den meisten Nachtschwärmern wird am Vollmond allerdings nichts Besonderes auffallen, so unscheinbar sind Halbschattenfinsternisse des Mondes.

  • Partielle Mondfinsternis

Die partielle Mondfinsternis vom 7. August ist in ihrer Endphase von Mitteleuropa aus sichtbar. Die ringförmige Sonnenfinsternis vom 26. Februar auf der Südhalbkugel und die totale Sonnenfinsternis vom 21. August bleiben von Mitteleuropa aus unbeobachtbar.

  • Totale Sonnenfinsternis in den USA

Die Kernschattenzone der totalen Sonnenfinsternis vom 21. August zieht vom Nordwesten kommend quer über die USA nach Südosten. Sie wird daher gerne als "große amerikanische Finsternis" tituliert.

Sie wird zahlreiche Touristen in die USA locken, vor allem Menschen, die noch nie das faszinierende kosmische Schattenspiel einer totalen Sonnenfinsternis erlebt haben.

Passend zum Thema: NASA TV: Live-Stream aus dem Weltall

Wann beginnt das Jahr 2017?

silvester

Da 2016 ein Schaltjahr war, beginnt das Jahr 2017 astronomisch gesehen bereits am 31. Dezember 2016 um 4.37 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt hat die Erde seit letztem Jahresbeginn eine volle Runde um die Sonne zurückgelegt. Zu Jahresbeginn hält sich die Sonne im Sternbild Schütze auf. Nach dem Gregorianischen Kalender hat das 2017 als Gemeinjahr 365 Tage.

Am 20. September beginnt das jüdische Jahr 5778 mit Sonnenuntergang. Das islamische Jahr 1439 beginnt am 21. September ebenfalls mit Sonnenuntergang. Die Japaner begrüßen am 1. Januar das Jahr 2677 des kaiserlichen Kalenders.

Am 28. Januar 2017 beginnt das 34. Jahr im 79. Zyklus des traditionellen chinesischen Kalenders. Es ist das Jahr des Hahns (ding-you). Damit sind seit Beginn der chinesischen Zeitrechnung 4714 Jahre vergangen.

Die Sonne ist der Jahresregent 2017. Jahresregenten können Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sein.

Wann beginnen astronomisch gesehen die Jahreszeiten?

spring women

In den Nachmittagsstunden des 4. Januar eilt die Erde durch ihren sonnennächsten Bahnpunkt, wobei sie 147.101.000 Kilometer vom Tagesgestirn trennen. Das Sonnenlicht erreicht uns dabei nach acht Minuten und zehn Sekunden.

Am Abend des 3. Juli passiert die Erde den sonnenfernsten Punkt ihrer elliptischen Bahn. Sie ist dann 152.093.000 Kilometer von der Sonne entfernt, weshalb ihr Licht siebzehn Sekunden länger zu uns unterwegs ist als Anfang Januar.

Der astronomische Frühling hält seinen Einzug am 20. März um 11.29 Uhr MEZ, wenn die Sonne den Himmelsäquator in nördlicher Richtung überschreitet. Es tritt die Tagundnachtgleiche ein.

Den Gipfel ihrer Jahresbahn erklimmt die Sonne zu Sommerbeginn am 21. Juni um 6.24 Uhr MESZ. Der astronomische Herbst beginnt am 22. September um 22.02 MESZ mit dem Wechsel der Sonne auf die südliche Himmelssphäre.

Zu Winterbeginn am 21. Dezember um 17.28 Uhr MEZ nimmt die Sonne ihren Jahrestiefststand ein, wir erleben die längste Nacht des Jahres.

Wie fallen die Feiertage?

Der Ostersonntag fällt im Jahr 2017 auf den 16. April. Der Neujahrstag ist ein Sonntag, ebenso fällt Silvester auf einen Sonntag. Damit verlieren Arbeitnehmer zwei zusätzliche freie Tage im Jahr 2017.

Aschermittwoch ist am 1. März. Der 1. Mai fällt auf einen Montag, was uns ein verlängertes Wochenende beschert. Christi Himmelfahrt wird am Donnerstag, 25. Mai begangen. Pfingstsonntag ist am 4. Juni und Fronleichnam am Donnerstag, 15. Juni. Der 1. Advent fällt auf Sonntag, 3. Dezember und der 1. Weihnachtsfeiertag ist ein Montag.

Wann stellen wir die Uhren um?

Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) soll von Sonntag, 26. März bis Sonntag, 29. Oktober 2017 gelten. Die Uhren gehen in diesem Zeitraum im Vergleich zur Weltzeit (UTC) um zwei Stunden vor.

Die Umstellung der Uhren erfolgt nachts. Am 26. März sind die Uhren um 2.00 Uhr um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorzustellen. Am 29. Oktober werden sie um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Durch die Umstellung der Uhren verkürzt oder verlängert sich die Nacht nicht, obwohl dies immer wieder behauptet wird.

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