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28/12/2016 06:45 CET | Aktualisiert 28/12/2016 07:07 CET

Rewe-Chef gibt zu, dass er Angst vor Amazon hat

 Rewe-Chef Alain Caparros
dpa
Rewe-Chef Alain Caparros

Der mögliche Eintritt des Online-Riesen Amazon in den Lebensmitteleinzelhandel bereitet den etablierten Anbietern der Branche Sorgen. "Wir müssen uns warm anziehen gegen Amazon Fresh", sagte Rewe-Chef Alain Caparros der "Rheinischen Post".

Er bekomme Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass Amazon von den Kunden als bester Einzelhändler wahrgenommen werde. Die Verzahnung des stationären Handels mit dem Online-Geschäft müssten die Lebensmittelhändler hinbekommen, sonst würden sie irgendwann von Amazon abgehängt, sagte Caparros.

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Seit einigen Monaten wird in der Branche über den Eintritt des US-Konzerns in den deutschen Lebensmittelhandel spekuliert. Amazon hat sich bislang zu einem möglichen Marktstart in Deutschland aber noch nicht geäußert.

Bisher gibt es nur in einigen US-Metropolen und in London frische Lebensmittel von Amazon

Dazu gebe es keine Ankündigungen, sagte eine Unternehmenssprecherin in München erneut auf Anfrage. Bislang bietet Amazon in den US-Metropolen und in London einen Lieferdienst mit frischen Lebensmitteln.

Tatsächlich geht es in dem Markt um ein Riesengeschäft. Rund 170 Milliarden Euro geben die Deutschen Jahr für Jahr für den Einkauf von Lebensmitteln aus. Doch während sich die Onlinehändler im Buchhandel, bei Textilien oder in der Elektronik längst ein großes Stück des Kuchens gesichert haben, spielt der E-Commerce im Lebensmittelhandel noch eine kaum sichtbare Rolle.

Das könnte sich nun ändern - zum Leidwesen der deutschen Supermarktketten.

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(lm)