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28/12/2016 15:27 CET | Aktualisiert 29/12/2016 08:31 CET

Nahost-Experte macht zwei West-Politiker für den Terrorismus verantwortlich

SAUL LOEB via Getty Images
George W. Bush und Tony Blair im Januar 2009

Mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat der islamistische Terror auch Deutschland erreicht. Erstmals gab es hierzulande einen Anschlag mit zahlreichen Toten.

Schuld daran, dass der islamistische Terrorismus die westliche Welt so in Angst und Schrecken versetzen kann, sollen ausgerechnet zwei westliche Politiker sein. Der Meinung ist zumindest der Nahost-Experte Abdel Husseini.

"In meinen Augen gibt es zwei Politiker, die zum größten Teil für das internationale Erwachen des Terrorismus verantwortlich sind: Der ehemalige US-Präsident George W. Bush und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair", sagt Husseini im Interview mit "Focus Online".

Ein Land in der Identitätskrise

Die beiden Regierungschefs hätten auf Basis von Lügen den Irakkrieg angezettelt."Der Sturz Saddams hat den Boden für Dschihadisten bereitet", erklärt Husseini.

Dadurch sei ein altes Land mit großer Tradition in eine Identitätskrise gestürzt worden, wodurch der sunnitisch-schiitischen Konflikt erneut ausgebrochen sei, der die Welt momentan in Atem halte.

Mehr zum Thema: Was die Deutschen im Umgang mit dem Terror von Israelis lernen können

"Seitdem ist der internationale Umgang mit den Krisen in der arabischen Welt eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen." Das sei auch der Grund, wieso die Kräfteverhältnisse in Syrien komplett falsch eingeschätzt worden seien.

Der halbherzige Kampf gegen den Terror

Wir müssten unsere bisherige Anti-Terror-Strategie daher komplett auf den Prüfstand stellen und uns überlegen, ob wir die richtigen Mittel einsetzen.

"Seit Juni 2014 kämpft der Westen halbherzig gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Gleichzeitig werden im Westen Attentate im Namen des IS verübt."

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(mf)