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28/12/2016 13:32 CET | Aktualisiert 29/12/2016 03:06 CET

Vor dem Anschlag machte Anis Amri noch ein Selfie

Der Lkw, der bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verwendet wurde, kam wegen des automatischen Bremssystem (ABS) zum Stehen. Das berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR.

Der Bordcomputer reagierte demnach nach der 70 bis 80 Meter langen Todesfahrt auf einen Aufprall. Das ABS betätigte dann automatisch die Bremsen des Lkw. Zuvor gab es Spekulationen, dass der Lkw aufgrund eines Kampfes zwischen dem Attentäter und dem polnischen Fahrer zum Stehen kam.

Verdächtigt, den LKW gelenkt zu haben, der am 19. Dezember in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste, wird Anis Amri.

"Ich bin jetzt im Auto, bete für mich mein Bruder"

Nur wenige Minuten vor der Tat soll Amri zudem aus dem Führerhaus des Lastwagens mit einem Glaubensbruder gechattet haben. Amri schrieb dem Bericht zufolge: "Mein Bruder, alles in Ordnung, so Gott will. Ich bin jetzt im Auto, bete für mich mein Bruder, bete für mich." Dann verschickte er demnach noch ein Selfie von sich aus dem Lkw.

Auch der "Focus" berichtete, Amri habe zehn Minuten vor dem Anschlag noch Sprachnachrichten und Fotos verschickt. Das Magazin berief sich auf Sicherheitskreise. Die Nachrichten des mutmaßlichen Attentäters sollen an Gesinnungsgenossen aus Berlin und dem Ruhrgebiet gegangen sein.

Unter den Empfängern soll demnach ein 40-jähriger Tunesier gewesen sein, der am Mittwoch in Berlin festgenommen wurde. Nach wie vor ermittelt die Polizei, ob Amri ein Unterstützer-Netzwerk hatte und mit wem er vor und nach dem Anschlag in Kontakt war.

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