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28/12/2016 12:39 CET

Anis Amri verschickte 10 Minuten vor dem Anschlag noch Nachrichten an Islamisten-Freunde

Der zerstörte Lastwagen nach dem Anschlag in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin auf einem Gehweg
dpa
Der zerstörte Lastwagen nach dem Anschlag in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin auf einem Gehweg

  • Laut Medien-Informationen soll Anis Amri kurz vor dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt Nachrichten von seinem Handy verschickt haben

  • Die Empfänger sollen Freunde Amris in Berlin und im Ruhrgebiet mit islamistischer Gesinnung gewesen sein

Der mutmaßliche Attentäter von Berlin, Anis Amri, soll kurz vor dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz noch von seinem Handy aus Nachrichten und Fotos verschickt haben. Das berichtet das Magazin "Focus" unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise.

Demnach sollen die Ermittler auf dem im Führerhaus des LKWs gefundenen Handy-Sprachnachrichten und Fotos von Amri entdeckt haben.

Zu den Empfängern gehöre laut "Focus"-Informationen ein 40-jähriger Tunesier, der am Mittwoch in Berlin festgenommen wurde. Auch weitere Personen aus Berlin und dem Ruhrgebiet sollen von dem mutmaßlichen Attentäter Nachrichten erhalten haben. Sie alle sollen eine islamistische Gesinnung haben.

Der festgenommene Tunesier sowie die weiteren Empfänger der Nachrichten könnten nach dem Stand der Ermittlungen in die Anschlagpläne eingeweiht gewesen sein.

Marokkanischer Nachrichtendienst übermittelte verdächtige Handynummer

Wie bereits bekannt ist, soll der marokkanische Nachrichtendienst bereits vor Monaten die deutschen Behörden vor Amri gewarnt haben. Laut Informationen des "Focus" soll eine verdächtige deutsche Handynummer und eine Adresse in Dortmund, wo Amri womöglich mehrere islamistisch gesinnte Freunde gehabt haben soll, Teil der Meldung gewesen sein.

Anis Amri wird verdächtigt, den LKW gelenkt zu haben, der am 19. Dezember in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste. Bei dem Anschlag starben zwölf Menschen. Amri konnte anschließend fliehen und wurde am Freitag von Polizisten in Italien aufgegriffen und nach einer Schießerei getötet.

Nach wie vor ermittelt die Polizei, ob Amri ein Unterstützer-Netzwerk hatte und mit wem er vor und nach dem Anschlag in Kontakt war.

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(ks)