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28/12/2016 05:19 CET | Aktualisiert 28/12/2016 06:24 CET

Anis Amri fuhr mit dem Bus von Amsterdam nach Lyon

Anis Amri, der mutmaßliche Attentäter des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt
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Anis Amri, der mutmaßliche Attentäter des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt

Anis Amri, der mutmaßliche Attentäter des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, soll nach Lyon mit dem Bus gereist sein. Die Fahrt mit mit dem Unternehmen Flixbus soll am Amsterdamer Westbahnhof (Amsterdam Sloterdijk) begonnen haben. Das berichtet der französische Fernsehsender "TF1".

Amri soll während der 15-stündigen Fahrt nicht kontrolliert worden sein, auch sein Gepäck wurde nicht überprüft.

Bekannt war bisher, dass Amri über Lyon und Chambéry nach Italien gelangt war. Der Terrorverdächtige habe am vergangenen Donnerstag in Lyon das Bahnticket für Italien gekauft, berichtete die Wochenzeitung "Journal de Dimanche" mit Verweis auf eine hochrangige Quelle im Pariser Innenministerium.

Amri habe einen zweiten Fahrschein nach dem Umsteigen in Chambéry in einem nach Mailand führenden Hochgeschwindigkeitszug in bar gelöst, ergänzte der Radiosender "Europe 1".

Nach wie vor offen, wie Amri nach Amsterdam kam

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten den 24-jährigen Tunesier am Donnerstagnachmittag im Bahnhof Lyon Part-Dieu.

Bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt waren am 19. Dezember 12 Menschen getötet worden. Der 2015 nach Deutschland gekommene Tunesier Amri war nach Überzeugung der Ermittler der Mann, der mit einem gestohlenen Sattelzug in die Menge raste.

Er starb am Freitagmorgen bei einem Schusswechsel mit der italienischen Polizei nahe Mailand. Wie er von Berlin nach Amsterdam gelangte, ist bislang noch unklar.

Möglicher Aufenthaltsort: Ruhrgebiet

Möglicherweise könnte sich Amri nach dem Anschlag im Ruhrgebiet aufgehalten haben. Denn nach WDR-Recherchen war er dort deutlich besser vernetzt als bislang angenommen.

Dem Sender zufolge besuchte der Tunesier während seiner Zeit in NRW ein Dutzend Moscheen. Er soll zudem sehr gute Kontakte nach Dortmund gehabt und einen Schlüssel zu einer Moschee besessen haben, in der er übernachtete. Seit Ende 2015 sei er regelmäßig zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet gependelt.

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(lm)