NACHRICHTEN
27/12/2016 08:22 CET | Aktualisiert 27/12/2016 11:01 CET

Obdachloser in Berlin angezündet: Verdächtige sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen

Obdachloser angezündet - der Fall sorgt für Empörung
Twitter
Obdachloser angezündet - der Fall sorgt für Empörung

Sechs Tatverdächtige haben sich nach dem Angriff auf einen Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof der Polizei gestellt. Der siebte wurde von Zivilfahndern festgenommen.

Die mutmaßlichen Täter "sind als Flüchtlinge in Deutschland registriert", sagte ein Polizeisprecher der Huffington Post. Zuvor war bekannt geworden, dass sechs der jungen Männer aus Syrien und einer aus Libyen stammen.

Junge Männer zündeten Obdachlosen an - Passanten retteten ihn

Die 15- bis 21-Jährigen hatten in der Nacht auf den 25. Dezember einen schlafenden Obdachlosen angezündet. Der 37-jährige Mann wurde nur wegen des beherzten Eingreifens von Passanten und eines U-Bahnfahrers nicht verletzt. Er hatte sich auf einer Bank in der U-Bahnstation Schönleinstraße schlafen gelegt.

Der Fall hat deutschlandweit für Empörung gesorgt.

Am Dienstagnachmittag hat die Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehl wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes gegen alle sieben Tatverdächtigen beantragt. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber Focus Online.

"Wir wissen, wer der Hauptverdächtige ist. Es handelt sich um den 21-Jährigen", erklärte der Vize-Chef der Pressestelle der Berliner Polizei, Thomas Neuendorf, gegenüber dem Sender RBB.

Veröffentlichung von Überwachungsvideo war erfolgreich

Die Polizei hatte am Montag Fahndungsbilder und ein Video veröffentlicht, auf denen die Gesuchten in einer U-Bahn zu sehen waren. Dies habe dazu geführt, dass sich die Tatverdächtigen gestellt haben.

Zunächst hatte es geheißen, alle sieben Verdächtigen hätten sich bei der Polizei gemeldet.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

(mf)