NACHRICHTEN
27/12/2016 05:13 CET | Aktualisiert 27/12/2016 07:03 CET

Unwetter in Norddeutschland: Autofahrerin stirbt, Hamburger Hafen unter Wasser

  • Hagel auf der A14 bei Schwerin, Orkanboen an der Ostsee und Sturmflut in Hamburg

  • Unwetter über Norddeutschland führten zu Unfälle: Eine Frau starb dabei

  • Im Video oben seht ihr: Das Wetter-Chaos geht am Dienstag weiter

Heftige Böen bis zur Orkanstärke, vereiste Straßen und eine Sturmflut in Hamburg: Die Weihnachtstage haben sich mit stürmischem Wetter verabschiedet. In der Nacht zum Dienstag traf vor allem Norddeutschland ein heftiges Unwetter. Unfälle und Überschwemmungen waren die Folge.

Frau stirbt, als Baum auf ihr fahrendes Auto krachte

Bei Kiel starb eine 34 Jahre alte Autofahrerin, als ein ein Baum aufgrund des Sturms auf ihr fahrendes Auto stürzte. Ihr 24 Jahre alter Freund wurde bei dem Unfall in Westensee lebensgefährlich verletzt.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es zahlreiche Autounfälle wegen des Wetters. Herunterfallende Äste beschädigten Fahrzeuge, umgefallene Bäume blockierten Straßen. Ein fahrender Wagen wurde auf der Autobahn 20 von einer Böe gegen die Leitplanke gedrückt.

Hagelschauer bedeckte die A14 mit Eis: Auto gerieten ins Schleudern

Auf der Autobahn 14 bei Schwerin sorgte ein Hagelschauer für eine vereiste Strecke, auf der mehrere Autos ins Schleudern gerieten und gegeneinander krachten. Zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus.

Im Norden von Niedersachsen bei Buxtehude kollidierte am Abend eine S-Bahn mit einem umgestürzten Baum. Verletzt wurde dabei niemand, die Strecke wurde gesperrt.

Über Berlin und Brandenburg zogen Gewitter wie Sturmböen mit geringen Schäden hinweg, lediglich von einigen umgestürzten Bäumen war die Rede.

Sturmflut in Hamburg: Hafenbereiche standen unter Wasser

In Hamburg setzte eine Sturmflut verschiedene Hafenbereiche an der Elbe unter Wasser. Der Polizei zufolge lag der Scheitelpunkt des Hochwassers in der Nacht 2,73 Meter höher als das mittlere Hochwasser.

Straßen im Hafengebiet und unter anderem auch der Fischmarkt wurden dadurch überflutet. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Ein Hamburger Mehrfamilienhaus musste zudem evakuiert werden: Jedoch nicht wegen des Wassers, sondern da durch den Wind das 50 Meter lange Baugerüst eines Nebengebäudes einzustürzen drohte.

Orkanböen trafen auf die Ostseeküste

Laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gab es auch an der Nordseeküste Pegelstände von teilweise über zwei Metern. Dem Seewetterdienst zufolge kam es dort mancherorts - etwa auf der Insel Sylt - zu nächtlichen Windböen der Stärke 11, an der Ostseeküste vereinzelt sogar zu Böen der höchsten Stufe 12 mit bis zu 120 Stundenkilometern. Orkanstärke.

Ab Dienstag macht sich dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge das Hoch "Yörn" über Deutschland breit und bringt etwas ruhigeres, aber auch kühleres Wetter. In den Morgenstunden müsse überall mit Glätte gerechnet werden, hieß es.