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25/12/2016 03:15 CET | Aktualisiert 25/12/2016 03:16 CET

Neue Details seiner Flucht: Amri gelangte über Lyon nach Italien

BERLIN, GERMANY - DECEMBER 23:  A heavily-armed policeman stands behind concrete security barriers near a police armoured vehicle near the Brandenburg Gate prior to a concert there on December 23, 2016 in Berlin, Germany. German authorities remain on high alert following the shooting of terror suspect Anis Amri by Italian police in Milan. Amri, who is thought to be the driver who drove a truck into a Berlin Christmas market on December 19, killing 12 people and injuring dozens, possibly had acco
Sean Gallup via Getty Images
BERLIN, GERMANY - DECEMBER 23: A heavily-armed policeman stands behind concrete security barriers near a police armoured vehicle near the Brandenburg Gate prior to a concert there on December 23, 2016 in Berlin, Germany. German authorities remain on high alert following the shooting of terror suspect Anis Amri by Italian police in Milan. Amri, who is thought to be the driver who drove a truck into a Berlin Christmas market on December 19, killing 12 people and injuring dozens, possibly had acco

  • Anis Amri wurde am Freitagmorgen in Mailand erschossen

  • Zuvor soll der mutmaßliche Berliner Attentäter unerkannt durch Frankreich gereist sein

  • Nun gibt es erste Hinweise auf seine Fluchtroute

Der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri ist französischen Medieninformationen zufolge über Lyon und Chambéry nach Italien gelangt. Der Terrorverdächtige habe am vergangenen Donnerstag in Lyon das Bahnticket für Italien gekauft, berichtete die Wochenzeitung "Journal de Dimanche" mit Verweis auf eine hochrangige Quelle im Pariser Innenministerium.

Amri habe einen zweiten Fahrschein nach dem Umsteigen in Chambéry in einem nach Mailand führenden Hochgeschwindigkeitszug in bar gelöst, ergänzte der Radiosender "Europe 1".

Da der französische Präsident François Hollande am Donnerstag ebenfalls in der Region gewesen sein soll, seien Kontrollen am Bahnhof nicht vorrangig gewesen, so der Sender. Ermittler werteten Aufnahmen von Überwachungskameras der Bahnhöfe Lyon Part-Dieu und Chambéry aus. Wie der Terrorverdächtige nach Lyon kam, ist nach wie vor nicht bekannt.

Informationen zum Fluchtweg noch nicht bestätigt

Der französische Innenminister Bruno Le Roux hatte am Freitagabend laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bestätigt, um die Fakten in diesem Fall präzise festzustellen.

Mehr zum Thema: De Maizière bestreitet Versagen der Sicherheitsbehörden

Zur vermuteten Reiseroute von Amri über Frankreich äußerte er sich hingegen nicht. "Ich rufe zur größten Vorsicht auf im Hinblick auf Informationen, die zur Zeit zirkulieren", hatte der Ressortchef dazu gesagt.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa hatte am Freitag gemeldet, dass der Terrorverdächtige aus dem französischen Chambéry nach Turin in der italienischen Region Piemont gekommen war. Von dort habe er einen Zug nach Mailand genommen. Medienberichten zufolge war eine entsprechende Fahrkarte bei seiner Leiche gefunden worden.