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25/12/2016 04:57 CET | Aktualisiert 25/12/2016 04:57 CET

Berlin-Anschlag: Zehntausende fordern Bundesverdienstkreuz für polnischen Lkw-Fahrer

Der Lkw-Fahrer Lukasz U.
dpa
Der Lkw-Fahrer Lukasz U.

Eine Online-Petition fordert das Bundesverdienstkreuz für den polnischen Fernfahrer Lukasz U. Er soll beim Anschlag in Berlin auf dem Beifahrersitz des Todes-Lkw gesessen und mit dem Attentäter gekämpft haben.

Initiatorin Constanze Stelzenmüller schrieb auf der Plattform Change.org, der polnische Fahrer sei ein Held.

"Mit diesem heldenhaften Handeln hat er vermutlich viele Menschenleben gerettet und ein großes Zeichen gesetzt für die Freundschaft und Aussöhnung zwischen unserem Land und Polen", so Stelzenmüller weiter.

Lukasz U. hat mit dem Attentäter gekämpft

Der getötete Lukasz U. war der ursprüngliche Fahrer des Tat-Fahrzeugs. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gehen die Ermittler von einem Kampf zwischen Lukasz U. und dem Attentäter aus. Der Pole soll des Öfteren in das Lenkrad gegriffen haben, um die Tat zu verhindern. Daraufhin stach der Täter wohl mehrmals mit einem Messer auf ihn ein.

Als der Lastwagen auf dem Breitscheidplatz zum Stehen kam, tötete der Attentäter Lukasz U. mit einem Schuss in den Kopf. Weiter gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei dem polnischen Lkw-Fahrer um ein Zufallsopfer handelt.

Die Petition wurde bereits von über 23.000 Menschen unterschrieben (Stand: Sonntagmorgen). Sie soll an Bundespräsident Joachim Gauck gesendet werden.

Der inzwischen von der Polizei in Italien getötete mutmaßliche Attentäter Anis Amri hatte am Montag den Lkw in den Weihnachtsmarkt gesteuert, 12 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Die Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen wurden am Fahrerhaus des Lastwagens sichergestellt, außerdem wurde eine Geldbörse Amris im Lkw entdeckt.

(Mit Material der dpa)

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(pb)