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24/12/2016 09:41 CET | Aktualisiert 25/12/2016 12:59 CET

Mit diesem Tipp einer Pädagogin geben Eltern ihren Kindern sofort mehr Geborgenheit

Kindern Geborgenheit geben.
Greg Vote via Getty Images
Kindern Geborgenheit geben.

Kinder bekommen viel mehr mit, als manche Erwachsene glauben wollen. Sie schnappen die Stimmung ihrer Eltern auf und saugen Informationen auf wie ein Schwamm.

Ein Anschlag, wie er am Montag Berlin erschütterte, geht an ihnen nicht spurlos vorbei. Auch sie haben Fragen zu solch schrecklichen Geschehnissen: Wieso ist da ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gefahren? Dann ist es Aufgabe der Eltern, ihrem Nachwuchs solch komplexe Situationen zu erklären. Und vor allem: Ihnen das Gefühl von Sicherheit zurück zu geben.

Wie das am Besten gelingt, erklärt Medienpädagogin Kristin Langer in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

Nur seriöse Informationen an Kinder weitergeben

Am Montag raste ein Terrorist in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Er riss 12 Menschen in den Tod. Aber soll man Kindern so etwas Schreckliches überhaupt erklären?

Kristin Langer bejaht diese Frage. Jedoch nur soweit wie es seriöse Informationen überhaupt zulassen: "Jemand hat einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt gelenkt und dort Menschen überfahren. Wenn das Kind fragt, ob die Menschen Schmerzen hatten: Ja, sicher, das ist wie bei einem schlimmen Autounfall, oder bei dir, als du dir den Arm gebrochen hast."

Je nach Alter und Gemütszustand des Kindes sollten Eltern aber unterscheiden, welche und vor allem wie viele Informationen sie an Kinder weitergegeben werden. "Kinder denken viel unkomplizierter als wir, sie beginnen erst ab neun bis elf Jahren zu differenzieren", sagt Expertin Langer der "SZ".

Was tun, wenn das Kind Angst bekommt?

Vielen Kindern gehen Themen wie der Anschlag sehr nahe. Sie können Angst und vielleicht auch Albträume bekommen. Was können Eltern dann tun, um ihrem Nachwuchs die nötige Geborgenheit zu geben? Pädagogin Langer hat einen Tipp , wie so eine belastende Situation gemeistert werden kann: "Wenig reden, viel in den Arm nehmen, Dinge tun, die Sicherheit und Geborgenheit geben. Zusammen überlegen: Was hilft dir? "

Konkret heißt das: "Wenn ein Kind nach einem Geschehen wie in Berlin sagt, ich will nicht allein zur Schule gehen, darf man nicht darüber hinwegreden. Dann muss man das organisieren. Diese Art von Unterstützung hilft dem Kind, seine Angst zu besiegen", so Langer.

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(mf)