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24/12/2016 02:10 CET | Aktualisiert 24/12/2016 03:50 CET

Bundesentwicklungsminister: "Wir können nicht alle Notleidenden aufnehmen"

Bundesentwicklungsminister: "Wir können nicht alle Notleidenden aufnehmen"
dpa
Bundesentwicklungsminister: "Wir können nicht alle Notleidenden aufnehmen"

Im kommenden Jahr braucht Europa nach Ansicht von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) neue Regeln, um den Zuzug zu bremsen. Europa müsse "eine humanitäre Großmacht" sein, doch die Situation übersteige die Möglichkeiten Europas.

"Wenn wir überlegen, wo in der Welt die Menschenwürde überall mit Füßen getreten wird, dann wären das sicherlich mehr als eine Milliarde Menschen." Daran werde deutlich, "dass wir die Probleme nicht durch die Aufnahme aller Flüchtlinge lösen können", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb habe er persönlich auch kein Problem mit der Begrenzung der Flüchtlingszahlen.

Zur Not Zusammenarbeit mit nur einem Teil der EU-Staaten

Eine begrenzte Zuwanderung sei notwendig, betonte der CSU-Politiker, der in dieser Frage nicht zu den Hardlinern seiner Partei zählt. "Wenn wir Grenzen ziehen, müssen wir aber auch sagen, nach welchen Regeln Migration nach Europa möglich ist, und das muss im kommenden Jahr entwickelt werden", fügte er hinzu.

Wenn sich nicht alle EU-Staaten auf eine Linie einigen könnten, müsse es eben "neue Ansätze der Zusammenarbeit zwischen einer Gruppe von Staaten" geben.

(sk)