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24/12/2016 03:34 CET

Nach Berlin: Dieses Zitat von Helmut Schmidt erinnert daran, wie wir mit dem Terror umgehen sollten

Dieses Zitat des damaligen Kanzlers Helmut Schmidt gibt Hoffnung
ullstein bild via Getty Images
Dieses Zitat des damaligen Kanzlers Helmut Schmidt gibt Hoffnung

  • Der Anschlag von Berlin weckt bei vielen Deutschen Terror-Ängste

  • Ein Zitat des verstorbenen Alt-Kanzlers Helmut Schmidt zeigt, wie wir damit umgehen können

Bislang ist noch nicht klar, ob es sich bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt tatsächlich um einen Terrorakt handelte (mehr dazu lest ihr hier im Liveblog). Doch wir sind vorgeschädigt: Die Bilder aus Berlin erinnern schmerzlich an die aus Nizza, Paris, Brüssel. Die Angst vor dem Terror ist längst Teil unseres Alltags geworden.

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Wie wir damit umgehen können, daran erinnert ein Zitat des mittlerweile verstorbenen Alt-Kanzlers Helmut Schmidt aus dem Jahr 1977. Denn: Es ist nicht das erste Mal, das der Terror Deutschland bedroht. Der linksextremistische Terrorismus der Roten-Armee-Fraktion (RAF) hielt in den Siebzigern das Land jahrelang in Atem.

"Gegen den Terrorismus steht der Wille des ganzen Volkes"

Nach der Entführung des Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Hanns Martin Schleyer, durch die RAF-Terroristen wandte der damalige Bundeskanzler im Fernsehen direkt an die Täter. Seine Worte scheinen heute genauso relevant wie im Jahr 1977. Damals sagte Schmidt:

"Sie mögen in diesem Augenblick ein triumphierendes Machtgefühl empfinden. Aber sie sollen sich nicht täuschen. Der Terrorismus hat auf die Dauer keine Chance. Denn gegen den Terrorismus steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe. Gegen den Terrorismus steht der Wille des ganzen Volkes. Dabei müssen wir alle trotz unseres Zorns einen kühlen Kopf behalten".

Im Falle der Linksextremisten sollte der Politiker Recht behalten: Der RAF-Terror gehört der Vergangenheit an - und Schmidt ging als kühner Krisenmanager in die Geschichte ein. Einen kühlen Kopf zu bewahren, daran zu glauben, dass auch der Terror von heute auf Dauer keine Chance hat - Schmidts Worte bieten Hoffnung, in einer Zeit, in der der Terrorismus allgegenwärtig scheint.

➨ Mehr zum Thema: Euer Hass kotzt mich an - genau deshalb gehe ich jetzt auf den Weihnachtsmarkt

Am Montagabend hatte ein Unbekannter einen Sattelschlepper in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gesteuert. Dabei sind nach aktuellen Erkenntnissen 12 Menschen ums Leben gekommen, mindestens 48 wurden verletzt. Weitere Hintergründe der Gewalttat sind bislang noch unklar.

Die Berliner Polizei hatte am Montagabend zunächst einen verdächtigen Pakistaner am Tatort festgenommen, äußerte am Dienstag aber Zweifel darüber, ob es sich bei dem Festgenommen um den Schuldigen handelte.

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