LIFE
23/12/2016 07:22 CET | Aktualisiert 23/12/2016 07:24 CET

11 Dinge, die mir niemand über das erste Jahr mit Kind gesagt hat

Egal, wie intensiv du dich vorbereitest, wie viele Kurse du besucht und wie viele Bücher du liest - am Ende kommt es sowieso ganz anders.

Von einem Moment auf den anderen kommt dein Baby auf die Welt und stellt dein Leben auf den Kopf.

Über das besondere und manchmal verrückte erste Jahr als Mutter berichtet Bloggerin Gylisa Jayne. Auf Facebook hat sie eine Liste mit all den Dingen veröffentlicht, die ihr niemand über das erste Jahr als Mutter gesagt hat.

Die Reaktionen auf den Post waren so positiv, dass inzwischen sogar internationale Medien darüber berichten.

Was dir niemand über das erste Jahr als Mutter sagt

"Es gab unzählige Momente in meinen ersten Jahr als Mutter, in denen ich mich gefragt habe, warum niemand mir das vorher gesagt hatte.

Ich finde, bei den Terminen mit Hebammen sollte man in einem Raum sitzen und sich Videos über all die Dinge ansehen, die man nicht in der Schule, durch Facebook-Posts von Mami-Freundinnen oder allgemeine Ratschläge gelernt hat.

Zum Beispiel hat mir niemand gesagt, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn man sein Baby nicht sofort 'liebt', wenn es frisch aus dem Bauch auf dich draufgelegt wird. Es ist okay. Genauso ging es mir, als ich meine Plazenta in dieser Metallschale gesehen habe: Mit makaberem Interesse betrachtete ich sie - aber ich wollte auch nicht gerade mit ihr kuscheln.

1) Niemand hat mir gesagt, dass Nähte in deiner Vagina mehr wehtun können als die Geburt eines dreieinhalb Kilo schweren Babys.

2) Niemand hat mir gesagt, dass Stillen VERDAMMT NOCH MAL WEHTUT. Das tut es, okay? Jeder, der sagt, es sollte nicht wehtun, liegt nur halbrichtig.

Schmerz ist ein Anzeichen dafür, dass das Baby nicht richtig angelegt ist - es ist aber auch ein Anzeichen dafür, dass jemand ziemlich aggressiv an deinen Nippeln saugt und das (vermutlich) zum ersten Mal. Es dauert ein oder zwei Wochen, bis das abklingt.

Aber ich schwöre euch - das wird es! Und dann können eure Partner süße Fotos von euch machen, auf denen ihr lächelt und nicht die Zähne zusammenbeißt und weint.

3) Niemand hat mir gesagt, dass JEDER eine Meinung zu meinen Baby haben würde. Wie es gefüttert werden soll, wie es angezogen werden soll, wie es heißen soll, wie es gehalten werden soll, warum es nicht länger als fünf Sekunden am Tag gehalten werden sollte, damit es kein verwöhnter, kleiner Idiot wird und warum du eine sehr schlechte Mutter bist, wenn du dein Baby den ganzen Tag herumträgst.... und so weiter.

4) Niemand hat mir verraten, wie ich all diesen Leuten auf höfliche Weise sagen kann, dass sie die Klappe halten sollen.

5) Niemand hat mir gesagt, dass ich wirklich NIE wieder alleine sein würde. Auch nicht auf der Toilette, in der Dusche und beim Rasieren. Vor allem wenn sie älter werden und es spannend finden, dir beim Rasieren zuzugucken und du betest, dass es sie nicht auf Lebenszeit verstört.

6) Niemand hat mir gesagt, dass du, sobald du dich daran gewöhnt hast, dein Baby vermisst, wenn es schläft, weil es einfach so süß ist. So süß... Oh Gott, sind ihre Augen offen?

7) Niemand hat mir gesagt, dass die Schwangerschafts-Nebenwirkungen ewig anhalten. Du bist also insgesamt ungefähr zwei Jahre schwanger. Wie ein Elefant. Und genauso dick fühlst du dich gerade.

8) Niemand hat mir gesagt, dass Kekse und Tee eine gesunde Ernährung darstellen. Vermutlich, weil es nicht so ist. Aber sie bringen dich durch den Tag. Also scheiß drauf.

9) Niemand hat mir gesagt, dass ein Baby dazu führen könnte, dass ich meinen Mann manchmal hasse. Dass ich manchmal lieber mit unserem Baby kuscheln würde. Das sich das EXTREM unfair anfühlen würde.

Mir hat aber auch niemand gesagt, dass ich vor Freude fast zerspringen würde, wenn ich ihn dabei beobachte, wie er mit unserem Baby spielt, schmust oder sich um es kümmert. Um dann meine Beine übereinander zu schlagen, wenn er vorschlägt, ein zweites zu bekommen.

10) Niemand hat mir gesagt, dass meine Instinkte mich nicht im Stich lassen würden, auch wenn ich das Gefühl hatte, nichts von all dem zu können und nichts über das Muttersein zu wissen.

Die anderen bekommen auch nicht alles mit Leichtigkeit hin. manche lassen es nur einfacher aussehen als es ist. Auch wenn ich andere dafür bewundere, wie sie die Dinge hinbekommen, sollte ich meine eigenen Methoden nicht in Frage stellen.

11) Niemand hat mir verraten, dass man sich auch mal schlecht fühlt, wenn man ein Baby bekommen hat. Dass man sich alleine fühlt und verängstigt und merkwürdig und nicht wie man selbst.

Niemand hat mir das gesagt, deshalb hatte ich das Gefühl, dass ich es auch niemandem sagen könnte. Bis ich es eines Tages doch jemandem erzählte und alles raus kam und ich schließlich meine Worte mit Tausenden von euch teilte. Und ihr habt es alle zugegeben.

Und dann HABT ihr mir alle gesagt, dass diese Gefühle vorüber gehen und. Dass sie manchmal wiederkommen und man davonlaufen will. Aber ihr habt mir alle gesagt - jeder von euch - dass es besser wird. Dass es einfacher wird. Dass es vorübergehen wird. Dass es das wert sein wird.

Und es ist nicht für immer."

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(lk)