LIFE
22/12/2016 07:44 CET

Katzenbesitzer neigen besonders häufig zu einer bestimmten sexuellen Vorliebe

Katzenbesitzer neigen besonders häufig zu einer bestimmten sexuellen Vorliebe
iStock
Katzenbesitzer neigen besonders häufig zu einer bestimmten sexuellen Vorliebe

Das Leben eines Katzenbesitzers ist nicht immer einfach: Die Tierchen hinterlassen tiefe Kratzspuren auf der Haut, bringen müffelnde Beute mit nach Hause und würgen gerne mal das ein oder andere Fellknäuel hervor.

Doch das ist noch längst nicht alles: Offenbar können sie sogar die sexuellen Vorlieben von Herrchen und Frauchen beeinflussen.

Dies legt eine Studie nahe, die von den Wissenschaftlern Jaroslav Flegr und Radim Kuba im "Journal of Evolutionary Psychology" veröffentlicht wurde.

Die Forscher stellten etwas Erstaunliches fest: Katzen könnten die Schuld daran tragen, dass ihre Halter auf Fesselspielchen und Sadomaso stehen.

Parasit verändert den Charakter

Der Grund: Die Tiere tragen häufig einen Hirnparasiten namens Toxoplasma gondii in sich, der die Infektionskrankheit Toxoplasmose auslöst. In ihrer Studie stellten die Forscher fest: Es gibt eine Verbindung zwischen der Krankheit und sexueller Erregung bei Menschen, die durch Angst, Gewalt oder Gefahr ausgelöst wird.

Die Forscher untersuchten 36.500 Menschen in der Slowakei und Tschechien, sowohl infizierte Menschen als auch Personen ohne den Parasiten.

Mehr zum Thema: 14 SMS, die dir deine Katze schicken würde

Es zeigte sich, dass "Infizierte viel häufiger von Bondage, Gewalt – und bei Männern – auch von Masochismus und Vergewaltigung erregt werden". Dies liegt wohl daran, dass Toxoplasma im Gehirn sitzt und hier Einfluss auf den gesamten Hormonhaushalt des Menschen nimmt.

Laut der Studie handeln Infizierte im Durchschnitt überlegter und lassen sich weniger ablenken. Sie sind reservierter, kontrollierter und werden kaum von Gefühlen geleitet. Sie mögen klare Regeln und Grenzen.

"Wir glauben, dass diese veränderten Charakterzüge die spezielle sexuelle Vorliebe für BDSM nach sich ziehen", schreiben die Autoren Flegr und Kuba.

Verbindung zwischen Angst und Sex nicht selten

Allerdings schränken die beiden ihre Ergebnisse ein: Toxoplasma sei nicht allein für unsere Neigungen im Bett verantwortlich.

Denn auch ohne den Parasiten beeinflussen sexuelle Reize und Gefahr im Gehirn ähnliche Bereiche. Eine Verbindung zwischen Angst, Schmerzen und Sex ist also alles andere als ungewöhnlich.

Wer nun fürchtet, vom Toxoplasma befallen zu sein, muss sich aber wahrscheinlich keine Sorgen machen. Rund 30 Prozent aller Menschen tragen den Parasiten in sich – ohne etwas davon zu merken.

Denn er bringt kaum Symptome mit sich. Im schlimmsten Fall ähneln sie den Anzeichen einer Grippe. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Arzt aufsuchen: Dort bringt ein einfacher Bluttest Gewissheit.

Das könnte euch auch interessieren: 12 Katzen, die einen schlimmeren Montag haben als du

Auch auf HuffPost:

Das verrät dein Geburtsmonat über deine Gesundheit

(lk)