POLITIK
22/12/2016 00:32 CET | Aktualisiert 22/12/2016 13:50 CET

Berlin: NRW-Salafisten sprachen seit Monaten von Anschlag

dpa
Die Jugendlichen, die für einen Anschlag auf einen Sikh-Temple vor Gericht stehen, sprachen von einem Anschlag in Berlin

In den Salafisten-Kreisen Nordrhein-Westfalens war von einem Anschlag in Berlin offenbar schon seit Monaten die Rede. Das berichtet der "Kölner Stadtanzeiger" unter Berufung auf den Strafverteidiger Burkhard Benecken.

Der Anwalt vertritt einen der Angeklagten im Prozess um den Anschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen. Sein Mandant habe ihm bereits im Mai erzählt, dass er von Anschlagsplänen in Berlin gehört habe. Der Angeklagte sei aber nicht konkret in die Planungen eingeweiht gewesen.

Bei der Explosion vor einem Gebetshaus der Sikh-Religion in Essen waren im April drei Menschen verletzt worden. Die drei tatverdächtigen jungen Männer, zur Tatzeit 16 Jahre alt, sollen sich vor der Tat radikalisiert haben.

Die drei Jugendlichen, die alle in Deutschland geboren wurden, sollen sich im vergangenen Jahr über soziale Netzwerke kennengelernt haben. Sie kommen aus Gelsenkirchen, Essen und der Kleinstadt Schermbeck am Niederrhein. Im Laufe der Zeit hätten sie sich radikalisiert.

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(ks)