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20/12/2016 05:12 CET | Aktualisiert 20/12/2016 15:04 CET

Reaktion auf Terrorfahrt: SEK-Einsatz in Flüchtlingsheim auf früherem Flughafen Tempelhof

Der Hangar des Flughafens Tempelhof
Fabrizio Bensch / Reuters
Der Hangar des Flughafens Tempelhof

Nach der Todesfahrt eines schweren Lasters auf einem Berliner Weihnachtsmarkt hat die Polizei einen Hangar auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft.

Vier junge Männer Ende 20 aus dem Hangar 6 seien befragt worden, es gab aber keine Festnahmen, sagte Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, am Dienstag.

Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof befindet sich Berlins größtes Flüchtlingsheim.

Der Einsatz, an dem auch Kräfte der Spezialeinheit (SEK) beteiligt waren, habe um 3.00 Uhr mit bis zu 250 Beamten begonnen. Die Kräfte seien dann aber reduziert worden. Die Lage sei ruhig gewesen. Um 8.00 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

Verdächtiger kam als Flüchtling nach Deutschland

Ob die Polizei nach Verbindungen des Täters suchte, der am Montagabend mit einem Sattelschlepper in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast war und mindestens elf Menschen in den Tod riss, sagte der Sprecher nicht explizit. "Die Annahme kann man aber haben." Zur Herkunft der befragten Flüchtlinge gab es keine Angaben.

Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen ist der Mann, der zunächst als Verdächtiger galt und am Dienstagabend wieder freigelassen wurde, wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist. Demnach soll der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben.

Mehr zum Thema: Aktuelle Informationen aus Berlin findet ihr im Liveblog

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