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20/12/2016 12:28 CET | Aktualisiert 21/12/2017 06:12 CET

"Suicide Squad" und "Tschiller Off Duty": Das sind die Kino-Flops des Jahres 2016

Weder Ben Affleck, noch Henry Cavill konnten

Nicht jeder Film im Jahr 2016 war ein Oscar-Anwärter, so viel steht fest. Im Laufe der 366 Tagen des Jahres (Schaltjahr) fand manch ein Streifen seinen Weg in die Lichtspielhäuser, den im Nachhinein viele Kinogänger gerne aus ihrem Gedächtnis löschen würden. Bei einigen der angesprochenen Filme war dies abzusehen, besonders tragisch war es allerdings bei Werken, auf die sich nicht wenige Cineasten gefreut haben. Zwölf Monate hat das Jahr, diese zwölf Film-Flops waren 2016 im Kino:

"Tschiller: Off Duty"

Den Trailer zu "Batman v Superman" können Sie sich noch einmal bei Clipfish ansehen

"Filmemacher/Schauspieler/Produzent/Writer/Cutter/Composer" so bezeichnete sich Til Schweiger Anfang 2016 selbst auf Facebook. Er verlegte Deutschlands berühmten "Tatort" kurzerhand ins Kino. Gemeinsam mit Regisseur Christian Alvert setzte er dabei der Zerstörungsorgie ihrer gemeinsamen TV-"Tatorte" noch eins oben drauf und wunderte sich nicht schlecht, als das Publikum damit partout nicht warm werden wollte. Sogar ein zweites Mal brachte er "Tschiller: Off Duty" in die Kinos, was dem Streifen eine fragwürdige Ehre einbrachte, nämlich doppelt an den Kinokassen zu floppen.

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"Erschütternde Wahrheit"

Was wurde rund um die Oscars über die Nominierten geschimpft. Das Hashtag "OscarsSoWhite" machte die Runde und Will Smith und seine Frau blieben der Veranstaltung fern. Auch, weil vor allem Jada Pinkett Smith sich darüber echauffierte, dass ihr Mann bei der Nominierung für seine Darbietung in "Erschütternde Wahrheit" so dreist übergangen wurde. Doch ihre Meinung teilten die Kinogänger nicht unbedingt. Sollte ein Boxer-Drama in den letzten Jahren im Gedächtnis geblieben sein, dann ist es sicherlich nicht dieser Film, sondern "Creed" mit Sylvester Stallone und Michael B. Jordan.

"Die Bestimmung - Allegiant"

Aller guten Dinge sind also doch nicht immer drei. Das wurde bei der Filmreihe "Die Bestimmung - Allegiant" eindrucksvoll bewiesen. Vor allem Fans der Buchvorlage dürfte der Film sauer aufgestoßen haben, da er sich nicht nur viele, sondern auch sinnfreie Abwandlungen des Originals erlaubte. Hauptfigur Tris (Shailene Woodley) wurde zudem über weite Strecken zur Außenseiterin ihrer eigenen Geschichte, was dem Streifen auch nicht gerade gut tat. Ein vierter Teil wird nicht ins Kino kommen, sondern soll in eine TV-Serie umgewandelt werden - ohne den bisherigen Cast.

"Batman v Superman: Dawn of Justice"

"Gott gegen Mensch. Tag gegen Nacht. Der Sohn von Krypton gegen die Fledermaus von Gotham." Wie den Boxkampf des Jahrtausends kündigte Schurke Lex Luthor den Showdown der Superhelden in "Batman v Superman" an. Doch herausgekommen ist ein über weite Strecken enttäuschendes Gekloppe, das einen wehmütig an Christopher Nolans "Dark Knight"-Trilogie zurückdenken ließ. Und das, obwohl es am allerwenigsten am neuen Batman Ben Affleck lag. Gerade am Ende des Films hat Regisseur Zack Snyder sein Pulver fahrlässig verschossen.

"Rock the Kasbah"

In der Komödie "Rock the Kasbah" spielt Bill Murray einen Musik-Manager, der mit seinem Klienten auf Tour geht - durch Afghanistan! Trotz Bruce Willis, Kate Hudson und Zooey Deschanel an seiner Seite wollte der Film aber einfach nicht zünden - auch wenn Barry Levinson ihn gerne als die afghanische Version seines Meisterwerks "Good Morning, Vietnam" angesehen hätte. Doch von dem guten Timing der tollen Komödie aus dem Jahr 1987 ist der Film meilenweit entfernt.

"Gods of Egypt"

Die Produktionsfirma Lionsgate hoffte mit "Gods of Egypt" den Startschuss zu einer neuen und erfolgreichen Filmreihe setzen zu können. So sehr kann man sich täuschen... Eine haarsträubende, mit Special-Effects überladene Aneinanderreihung von Szenen, mehr war "Gods of Egypt" nicht. Vor allem bei Jeffrey Rush konnte man nur noch ratlos den Kopf schütteln und sich fragen, was den Oscar-Gewinner dazu bewegt, so eine Rolle anzunehmen.

"Victor Frankenstein"

"Stets bemüht", dieses Zeugnis konnte man den beiden Hauptdarstellern James McAvoy und Daniel Radcliffe aussprechen. Sitzengeblieben sind sie für "Victor Frankenstein" aber trotzdem. Was die bemitleidenswerte Kreatur fühlt, wie sie mit ihrer abnormalen Existenz umgeht und trotz ihres abscheulichen Äußeren eine feinfühlige, liebenswerte Persönlichkeit sein kann, all diese Aspekte des Originals tritt "Victor Frankenstein" für das Wohl einer neuen Erzählperspektive mit Füßen. Und das hat schlichtweg nicht funktioniert.

"Independence Day: Wiederkehr"

Wie langweilig Bombast sein kann, das demonstrierte Roland Emmerich mit "Independence Day: Wiederkehr". 20 Jahre hatten Fans des ersten Teils auf die Fortsetzung gewartet, nur um die ewig steten Schauwerte zu bekommen, die aber schon im ebenfalls katastrophalen "2012" ihren Zenit erreichten. Dazu eine selbst für Emmerich hanebüchene Story und blutlose Hauptfiguren. Der im Film selbst angekündigte dritte Teil lässt hoffentlich länger als 20 Jahre auf sich warten.

"Legend of Tarzan"

"Legend of Tarzan" hat 2016 gezeigt, dass selbst der namhafteste Cast und eine berühmte Geschichte noch lange keinen guten Film ergeben muss. So sehr sich Alexander Skarsgard als Titelheld, Margot Robbie als Jane und Christoph Waltz als Bösewicht Leon Rom auch Mühe gaben, sehen wollten das nur die Wenigsten. Bei den Einspielergebnissen lieferte sich der Film ein Rennen mit "Ben Hur" um den größten Kassen-Flop 2016.

"Suicide Squad"

Wenn man nur oft genug gebetsmühlenartig wiederholt, dass man ein Bösewicht ist, glaubt es das Publikum dann irgendwann? Im Fall von "Suicide Squad" scheinen das die Macher anzunehmen und verzichten bei ihren Weltrettern wider Willen auf Gossensprache oder allzu rabiate Action. Die Folge: Eine für viele Fans der Comic-Vorlage enttäuschende Verfilmung, die im unflätig sein noch viel Nachhilfe von "Deadpool" benötigt hätte. Vom Drehbuch ganz zu schweigen...

"Ben Hur"

Einen ikonischen Filmheld wie "Ben Hur" in ein neues Gewand hüllen, das war ein mutiges Unterfangen von Regisseur Timur Bekmambetov. Und binnen weniger Minuten der Neuauflage wurde offensichtlich, dass die Römersandalen von Charlton Heston viel zu groß waren, als dass sie Jack Huston hätte ausfüllen können. Dazu ein CGI-Schlachtfest, das eher zu "Avatar" gepasst hätte und ein schlechtes Skript, fertig war der Möchtegern-Epos, der schneller in der Versenkung verschwand, als man dreimal hintereinander Judah Ben Hur sagen konnte.

"Blair Witch"

Kolportierte 60.000 Dollar soll im Jahr 1999 der Independent-Film "The Blair Witch Project" gekostet haben - eingespielt hat er fast eine viertel Milliarde. Da wundert es, dass im fortsetzungswütigen Hollywood so lange gezögert wurde, ehe die Blair-Hexe wieder über die Leinwand streifen durfte. Doch inzwischen ist nach 17 Jahren jede Innovation des Vorreiters zur Konvention geworden - und "Blair Witch" somit über weite Strecken langweilig und vorhersehbar.