NACHRICHTEN
20/12/2016 04:34 CET

CSU-Minister nach Lkw-Todesfahrt: "Brauchen grundsätzliches Nachdenken über Flüchtlingspolitik"

CSU-Innenminister Joachim Herrmann
DANIEL KARMANN via Getty Images
CSU-Innenminister Joachim Herrmann

Nach der Todesfahrt eines Lastwagens in Berlin hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Überprüfung der deutschen Flüchtlingspolitik gefordert.

"Wenn sich bestätigen sollte, dass dieser Anschlag von jemandem verübt worden ist, der als Asylbewerber ins Land eingereist ist, dann muss das in Berlin schon noch mal zu einem grundsätzlichen Nachdenken darüber führen, wie diese ganze Flüchtlingsaufnahme gestaltet wird", sagte Herrmann am Dienstag dem Hörfunksender Antenne Bayern.

Es sei naheliegend, dass durch die große Zahl von Flüchtlingen viele Personen eingereist seien, deren Hintergründe nicht bekannt seien.

"Frage, ob wir das so weiterlaufen lassen können?"

"Meines Erachtens wird dann schon auch die Frage sein, ob wir das wirklich so weiterlaufen lassen können", sagte der Innenminister. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Herrmann, der Bevölkerung könne nicht zugemutet werden, "das jetzt einfach weiter so laufen zu lassen, dass wir ein erhöhtes Anschlagsrisiko von Personen haben, die aus einem radikalen Islamismus-Verständnis heraus solche Anschläge begehen."

Ein Lastwagen war am Montagabend auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gerast und hatte mindestens zwölf Menschen getötet. Die Polizei spricht vom Verdacht auf einen Terroranschlag.

Mehr zum Thema: Aktuelle Informationen aus Berlin findet ihr im Liveblog

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png