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20/12/2016 11:04 CET

Berlin-Anschlag: ZDF-Intendant weist Vorwürfe einer verspäteten Berichterstattung zurück

Thomas Bellut weist Vorwürfe an einer späten Berichterstattung bezüglich des Anschlags in Berlin von sich
ULI DECK via Getty Images
Thomas Bellut weist Vorwürfe an einer späten Berichterstattung bezüglich des Anschlags in Berlin von sich

Während andere Medien längst über den tödlichen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt berichteten, blieben ARD und ZDF überraschend lange bei ihrem geplanten Programm. Das kam bei einigen Zuschauern gar nicht gut an.

Auf Nachfrage von "Focus Online" wies ZDF-Intendant Thomas Bellut die Vorwürfe zurück. Er sagte: „Wir haben entschieden, erst Fakten zu sammeln und ein Bild von der Lage zu bekommen, bevor wir das Programm unterbrechen. Ich halte diese Entscheidung auch im Nachhinein für richtig.“

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Der US-Sender CNN berichtete schon live vom Anschlagsort, während die ARD „Wer weiß denn sowas XXL – das unvorstellbare Wissensquiz“ mit Kai Pflaume sendete.

Erst gegen 21.15 Uhr unterbrach die ARD sein Programm, um über die Vorkommnisse auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zu berichten.

Das ZDF begründete die Entscheidung mit der Aussage, dass "zunächst unklar war, ob es sich um einen Anschlag oder einen Unfall handelte."

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