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20/12/2016 07:23 CET | Aktualisiert 20/12/2016 14:59 CET

Nach Berlin: Seehofer fordert Konsequenzen für die "Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik"

  • Nach dem Anschlag in Berlin fordert der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer Konsequenzen

  • Er kündigte eine Kabinetts-Sondersitzung für den Nachmittag an

  • Bei einem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt sind am Montagabend 12 Menschen ums Leben gekommen

Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt am Montagabend in Berlin hat sich der bayrische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer betroffen gezeigt.

Auf einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen sagte Seehofer: "Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren".

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Er kündigte für 16 Uhr eine Sondersitzung des Kabinetts an. Dann wolle man die Lage einordnen und mögliche Schlussfolgerungen "als Vorschläge für die Bundesregierung" teilen.

Er sagte: "Wir gedenken der Opfer dieses grausamen, brutalen Anschlages in Berlin. Wir hoffen und beten für die Verletzten, dass sie ihre Verletzungen überstehen." Er bat um einen Schweigeminute für die Opfer.

Wenige Minuten zuvor hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu der Tat geäußert. "Ich denke zuallererst an diese Menschen, die gestorben oder verletzt sind. Ein ganzes Land ist mit ihnen in tiefer Trauer vereint", sagte Merkel am Dienstagmorgen.

Merkel bezeichnet Tat als "besonders widerwärtig"

Noch wisse man vieles über die Tat nicht mit der nötigen Gewissheit, sagte Merkel. Es wäre besonders schwer zu ertragen, "wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat".

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Sollte sich bestätigen, dass es sich bei dem Täter um einen Flüchtling gehandelt habe, wäre das laut Merkel "besonders widerwärtig gegenüber den vielen, vielen Deutschen, die tagtäglich in der Flüchtlingshilfe engagiert sind und gegenüber den vielen Menschen, die unseren Schutz tatsächlich brauchen und die sich um Integration in unser Land bemühen".

Bei einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin sind am Montagabend nach bisherigen Erkenntnissen 12 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 50 Menschen sollen verletzt sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel geht von einem "terroristischen Anschlag" aus, sagte sie am Dienstagmorgen.

Die Polizei hatte am Montagabend einen Verdächtigen festgenommen haben. Bei diesem handelte es sich um einen 23-jährigen Pakistaner handeln. Dieser wurde am Dienstabend allerdings wieder freigelassen. Die Behörden gehen mittlerweile nicht mehr davon aus, dass es sich bei dem Mann um den Täter handelt.

+++ Hinweis der Redaktion: Aufgrund aktueller Ereignisse wurde dieser Text um 19:55 Uhr aktualisiert. +++

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