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20/12/2016 06:03 CET | Aktualisiert 20/12/2016 09:04 CET

Angela Merkel zu Anschlag in Berlin: "Wäre schwer zu ertragen, wenn es ein Asylbewerber wäre"

In Berlin sind bei einem Terroranschlag 12 Menschen ums Leben gekommen.

Kanzlerin Angela Merkel hat sich jetzt an die Deutschen in einer Pressekonferenz gewandt (siehe auch Video oben):

"Ein schwerer Tag. Ich denke in diesen Stunden zuerst an diese Menschen. Ich möchte, das sie wissen: Ein ganzes Land ist mit ihnen in tiefer Trauer vereint." Weiter sagte sie: "Wir müssen nach jetzigen Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen."

Merkel sagte weiter: "Ich denke an die Rettungskräfte, Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte und Sanitäter." Merkel dankte ihnen "von Herzen für ihren schweren Einsatz". Sie denke auch an die Ermittler.

Merkel kündigt hartes Vorgehen an

"Auch wenn es in diesen Stunden schwer fällt: Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen: frei, miteinander und offen."

Merkel kündigte ein hartes Vorgehen des Rechtsstaats an. Sie dankte den Ermittlern, die dabei seien, "diese unselige Tat aufzuklären". Merkel versprach, die Tat werde aufgeklärt werden, "in jedem Detail, und sie wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen".

Noch wisse man vieles über die Tat nicht mit der nötigen Gewissheit, sagte Merkel. Es wäre besonders schwer zu ertragen, "wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat".

"Besonders widerwärtig"

Sollte sich bestätigen, dass es sich bei dem Täter um einen Flüchtling gehandelt habe, wäre es nach Merkels Worten "besonders widerwärtig gegenüber den vielen, vielen Deutschen, die tagtäglich in der Flüchtlingshilfe engagiert sind und gegenüber den vielen Menschen, die unseren Schutz tatsächlich brauchen und die sich um Integration in unser Land bemühen".

Merkel kündigte an, am Nachmittag zum Breitscheidplatz zu fahren, um zusammen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) ihre Anteilnahme zu bekunden.

Mehr zum Thema: Aktuelle Informationen aus Berlin findet ihr im Liveblog

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