LIFE
20/12/2016 12:08 CET | Aktualisiert 20/12/2016 12:34 CET

Entdeckung von 4 Millionen Jahre alten Bakterien wirft neues Licht auf eine der größten Gefahren der Neuzeit

Antibiotika-Resistenz bei Bakterien wird weltweit zu einem immer größeren Problem. So groß, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) es inzwischen als globale Bedrohung einstuft.

Die Folge ist nämlich: Antibiotika helfen nicht mehr, Erreger zu bekämpfen, die Ärzte sind machtlos gegen bestimmte Krankheiten.

Experten nehmen an, dass der massenhafte Einsatz von Antibiotika in den vergangenen Jahrzehnten Schuld daran ist.

Eine andere Erklärung: Im Erbgut von Bakterien gab es schon immer resistente Gene, die sich lediglich in der letzten Zeit verstärkt ausgebreitet haben.

Forscher der McMaster University machen spektakuläre Entdeckung

Und genau die haben Forscher von der McMaster University im kanadischen Hamilton nun offenbar mit großer Wahrscheinlichkeit bestätigen können. Gerry Wright und seine Kollegen stießen in der Lechuguilla-Höhle im US-Bundesstaat New Mexico auf Bakterien, die seit über vier Millionen Jahren dort eingeschlossen waren.

Als sie die Bakterien untersuchten, stellten die Forscher fest: Fast alle waren resistent gegen die Antibiotika. Manche waren sogar gegen 18 verschiedene resistent, darunter die meisten, die derzeit verschrieben werden.

Außerdem fanden die Forscher Hinweise auf mögliche neue Resistenzen, die in der Medizin bald eine Rolle spielen könnten. Diese Erkenntnis verschafft ihnen nun Zeit, frühzeitig neue Medikamente zu entwickeln, gegen die die Bakterien nicht resistent sein werden.

“Wir müssen verstehen, dass die Verwendung von Antibiotika und die Resistenz gegen sie Hand in Hand gehen”, sagte Wright dem Wissenschaftsmagazin “Nature Communications”.

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(mf)