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19/12/2016 18:31 CET | Aktualisiert 19/12/2016 18:58 CET

Gauck zum mutmaßlichen Anschlag: "Schlimmer Abend für Berlin und unser Land"

  • Bundespräsident Gauck ist "sehr bestürzt" über mutmaßlichen Anschlag in Berlin

  • Lkw rast in den Weihnachtsmarkt: Video zeigt grauenvolle Bilder

Von allen Seiten tiefe Bestürzung über den mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt.

Bundespräsident Joachim Gauck etwa hat sich tief betroffen über das "schreckliche Geschehen" mit mindestens neun Toten geäußert.

"Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt", teilte Gauck am Montagabend mit.

Gauck ist "in Gedanken bei den Opfern"

"Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten."

Er danke den Helfern und Sicherheitskräften für ihren Einsatz, ergänzte das Staatsoberhaupt.

Lastwagen rast in Berliner Weihnachtsmarkt

Die Szenen des Abends waren dramatisch. Gegen 20 Uhr brettert ein dunkler Lastwagen über den Bürgersteig, fährt direkt in den Markt hinein.

Auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern werden Menschen überrollt, Buden eingedrückt, Markstände in Kleinholz verwandelt. Viele Besucher haben keine Chance. Mindestens neun Menschen sterben, rund 50 weitere werden teils lebensgefährlich verletzt. Die Polizei geht derweil von einem Anschlag aus.

Wenig später ist ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften zur Stelle. Der gesamte Bereich zwischen Bahnhof Zoo und Zoologischer Garten - dem Herz der westlichen Berliner Innenstadt - ist komplett gesperrt. Krankenwagen reihen sich aneinander.

Immer wieder tragen Sanitäter Schwerverletzte mit Infusionsflaschen in die Rettungswagen. Andere Opfer werden in einem weißen Zelt nahe der Gedächtniskirche behandelt.

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(cho)