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18/12/2016 06:17 CET | Aktualisiert 18/12/2016 09:32 CET

"Es könnte darauf hinauslaufen": Staatsanwaltschaft erwägt Mord-Anklage gegen U-Bahn-Treter

"Es könnte darauf hinauslaufen": Staatsanwaltschaft erwägt Mord-Anklage gegen U-Bahn-Treter
Polizei
"Es könnte darauf hinauslaufen": Staatsanwaltschaft erwägt Mord-Anklage gegen U-Bahn-Treter

  • Die Staatsanwaltschaft erwägt Anklage wegen versuchten Mordes gegen U-Bahn-Treter

  • Der Haftrichter verordnete zunächst eine Untersuchungshaft

Der festgenommene Hauptverdächtige der brutalen Trittattacke in einem Berliner U-Bahnhof wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Wie "Focus Online" erfuhr, kommt er zunächst in Untersuchungshaft.

Bereits zuvor werde er zu der Tat vernommen, bei der er Ende Oktober eine 26 Jahre alte Frau von hinten eine Treppe hinuntergetreten haben soll, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, Martin Steltner. Der Mann war am Samstagnachmittag auf dem Zentralen Omnibusbahnhof der Bundeshauptstadt in einem Bus aufgegriffen worden.

Gegen den 27-jährigen Bulgaren war am Donnerstag ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung ergangen. Steltner erklärte nun aber: "Selbstverständlich wird auch ein Tötungsdelikt geprüft“.

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Die "endgültige Beurteilung könnte auch auf versuchten Mord hinausgehen", sagte er der "Berliner Morgenpost“.

Ermittelt wird laut Justizangaben auch gegen zwei Brüder und einen Bekannten des Hauptverdächtigen. Sie sollen zusammen am Tatort gewesen sein. Ein jüngerer Bruder des 27-Jährigen war am Montag von der Polizei zunächst festgenommen worden. Ihm war aber laut Staatsanwaltschaft keine unmittelbare Tatbeteiligung nachzuweisen. Er kam wieder auf freien Fuß.