LIFE
17/12/2016 08:40 CET | Aktualisiert 17/12/2016 11:36 CET

Sie gilt als verflucht: Wer sich auf der Insel La Gaiola niederlässt, muss um sein Leben fürchten

Sie gilt als verflucht: Wer sich auf der Mittelmeer-Insel La Gaiola niederlässt, muss um sein Leben fürchten
Blom UK via Getty Images
Sie gilt als verflucht: Wer sich auf der Mittelmeer-Insel La Gaiola niederlässt, muss um sein Leben fürchten

Der erste Insel-Besitzer wird tot in einen Teppich eingewickelt gefunden, ein anderer wird in die Psychiatrie eingewiesen, die nächsten erleiden schreckliche Unfälle.

Was klingt wie aus einem Horrorfilm, war auf der Insel La Gaiola Realität.

Viele Italiener vermeiden es, die Insel vor Neapel zu besuchen. Sie nennen sie die "isola maledetta“, die verfluchte Insel. Jedem, der die Insel einst kaufte, widerfuhr Schreckliches.

Herzinfarkt, Unfall, Psychiatrie: La Gaiola scheint verflucht zu sein

Das Grauen begann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie die Tageszeitung "The Irish Sun" berichtet.

Damals kaufte der Schweizer Hans Braun La Gaiola - kurz darauf wurde er tot aufgefunden, eingewickelt in einen Teppich. Seine Frau soll sich vor Trauer im Meer ertränkt haben.

Der nächste Besitzer war der deutsche Parfum-Händler Otto Grunback. Kurz nachdem er auf die Insel gezogen war, starb er an einem Herzinfarkt.

Auch der dritte Besitzer, der Schweizer Schriftsteller Maurice Sandoz, hatte kein Glück. Er landete in einer psychiatrischen Klinik, nachdem er eine Zeit lang auf der Insel gelebt hatte.

Zwei der Besitzer landeten im Gefängnis

Bei dem nächsten Bewohner, Paul Karl Langheim, schien zunächst alles gut zu gehen. Doch er übertrieb es mit seinem Lebensstil auf der Insel dermaßen, dass er daran finanziell zugrunde ging.

Wieder wechselte La Gaiola seinen Besitzer. Der Fiat-Unternehmer Gianni Agnelli kaufte die Unglücksinsel. Manche geben dem Fluch der Insel die Schuld an Agnellis Auto-Unfall. Er prallte mit 160 Kilometern pro Stunde gegen einen Lkw und überlebte nur knapp.

Bereits kurz vor seinem Unfall hatte er die Insel aber an den bekannten US-Öl-Tycoon und Kunstmäzen Jean-Paul Getty verkauft. Getty wohnte gerade fünf Jahre auf der Insel, als die Mafia seinen 17-jährigen Enkel entführte. Erst, als die Entführer dem Jungen ein Ohr abschnitten, zahlte der Ölmogul ein Lösegeld in Höhe von knapp drei Millionen Dollar.

Jetzt will niemand mehr auf der Insel wohnen

Der neapolitanische Unternehmer Gianpasquale Grappone ließ sich von dem vermeintlichen Fluch der Insel nicht abschrecken und kaufte sie im Jahr 1978.

Er ging pleite und landete überschuldet im Gefängnis. An dem Tag, als die Unglücksinsel versteigert wurde, starb seine Ehefrau bei einem Autounfall, wie das Online-Reise-Portal "Travelbook" berichtet.

Seitdem will niemand mehr auf der Insel wohnen. Nun verfällt sie so sehr, dass sie mittlerweile tatsächlich aussieht, als wäre sie verflucht.

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