LIFE
15/12/2016 06:26 CET | Aktualisiert 19/01/2018 14:34 CET

Experten warnen vor den Risiken Atmosphärischer Flüsse - sie könnten Katastrophen auslösen

Die Klimaerwärmung führt dazu, dass sich Naturkatastrophen weltweit häufen. Nun lenken Forscher der University of California die Aufmerksamkeit auf ein weiteres Naturphänomen, das nicht nur Überschwemmungen, sondern auch Artensterben auslösen kann.

Es handelt sich um die sogenannten Atmosphärischen Flüsse. Diese Flüsse in den Wolken funktionieren wie ein Förderband: Sie transportieren feuchtigkeitsgesättigte Luft aus den Äquatorialregionen in andere Weltgegenden. Mehr erfahrt ihr auch im Video oben.

Atmosphärische Flüsse können Flutkatastrophen auslösen

Dabei führen sie gewaltige Mengen Wasser mit sich – die sich sturzartig entladen und zu heftigen Schnee- und Regenfällen sowie Flutkatastrophen führen können. Wissenschaftler machen die Atmosphärischen Flüsse für Überschwemmungen und Schneestürme in Europa, Amerika und Australien verantwortlich.

2015 bewertete das Schweizer Versicherungsunternehmen Swiss Re Atmosphärische Flüsse als eine der größten Risiken der kommenden Jahre.

Artensterben durch heftige Regenfälle

Grund genug, das Naturphänomen genauer zu erforschen – denn offenbar gefährdet es auch das Fortbestehen der Arten.

Das Forscherteam der University of California konnte dies anhand des Massensterbens von wilden Austern zeigen. Sie schreiben in einem Statement: "Wir haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der zeigt, dass extreme Niederschläge sensible Arten in ihrem Lebensraum beeinträchtigen können. Zum Beispiel haben sie ein fast hundertprozentiges Massensterben von wilden Austern in der Bucht von San Francisco verursacht.“

2011 führten heftige Regenfälle in Kalifornien beinahe zu einem Artensterben der dort lebenden Austern. Durch den geringen Salzgehalt überlebten nur einige wenige der Meerestiere in der Bucht von San Francisco. Nun erholt sich der Bestand zwar wieder, "aber die Austern sind jetzt kleiner und nicht mehr so fruchtbar“, sagte Brian Cheng, einer der Autoren der Studie in einem Statement.

Naturkatastrophen können sich in Zukunft häufen

Noch ist das Phänomen der Atmosphärischen Flüsse nicht genau erforscht – dabei zeigen diese neuen Erkenntnisse, welchen Einfluss die "Flüsse in den Wolken“ auf unser Klima und damit auf uns alle haben können.

Besonders beunruhigend: Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Naturkatastrophen durch Atmosphärische Flüsse häufen werden. "Es wird davon ausgegangen, dass extreme Wettereignisse durch den Klimawandel zunehmen werden", schreiben die Forscher.

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(pb)