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15/12/2016 13:40 CET | Aktualisiert 24/10/2017 04:52 CEST

Sie stehen an bayerischen Autobahnen: Das bedeuten die mysteriösen Schilder

  • Auf zwei bayerischen Autobahnen sind seit Donnerstag mysteriöse Schilder zu finden

  • Für Menschen sind sie völlig unverständlich - für diese sind sie auch nicht gedacht

Seit Donnerstag stehen auf der Autobahn zwischen München und Ingolstadt neue mysteriöse Verkehrsschilder. Sie sind schwarz-weiß, etwa 70 Zentimeter breit und zeigen geometrische Formen, deren Bedeutung vollkommen rätselhaft zu sein scheint.

Aber Autofahrer sollen die Schilder auch gar nicht verstehen, sie sind nämlich nicht für Menschen bestimmt.

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Die Schilder dienen als Orientierungspunkte

Tatsächlichen dienen die Schilder als Orientierungspunkte für eine andere Intelligenz – und zwar für die künstliche. Die Schilder sollen computergesteuerten Autos dabei helfen, ihre Position zentimetergenau zu bestimmen.

Einige Abschnitte der A9 und der A93 wurden vom Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zum "Digitalen Testfeld Autobahn" erklärt. Deshalb können Autohersteller dort ihre autonom fahrenden Autos erproben.

Wie die Autobahndirektion Südbayern mitteilte, sollen auf der A9 und der A93 rund um das Autobahndreieck Holledau insgesamt 13 solcher Schilder im Abstand von etwa 2,5 Kilometern aufgestellt werden.

Verarbeitung der Daten in Bruchteilen von Sekunden.

Hintergrund: Beim autonomen Fahren soll im Auto auf einen Fahrer verzichtet und alles vom Computer gesteuert werden. Die Technik dafür basiert vor allem auf Sensoren und Kameras.

Diese erfassen die Umgebung und verarbeiten die Daten in Bruchteilen von Sekunden. Einparkhilfen oder Stauassistenten funktionieren bereits so. Das voll automatisierte Fahren entspricht dem Autopiloten im Flugzeug - der Fahrer könnte auch auf dem Rücksitz Platz nehmen.

Beim vernetzten Fahren tauschen sich Autos mit anderen Fahrzeugen sowie mit Ampeln und anderen Infrastruktursignalen aus. Das kann helfen, einen freien Parkplatz zu finden oder sich gegenseitig rechtzeitig zu warnen, um Unfälle und Staus zu vermeiden. Voraussetzung für vernetztes Fahren ist ein extrem leistungsfähiges Mobilfunknetz, das riesige Datenpakete in Millisekunden hin und her senden kann.

Um 2020 rechnet man mit hochautomatisiertem Fahren auf der Autobahn

Autohersteller gehen davon aus, dass die Technik in den kommenden Jahren Schritt für Schritt die Kontrolle übernehmen wird. Um 2020 rechnet man mit hochautomatisiertem Fahren auf der Autobahn. Im komplexeren Stadtverkehr dürfte das länger dauern.

Zu Testzwecken sind schon heute autonome Autos auf Autobahnen unterwegs. Die Fahrt muss vorher bei Behörden angemeldet werden, und der Fahrer darf nie die Kontrolle komplett abgeben. Kopfzerbrechen bereiten Experten noch Haftungsfragen, etwa bei Unfällen.

(mf)