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14/12/2016 07:28 CET | Aktualisiert 14/12/2016 07:55 CET

Ölmanager soll neuer US-Außenminister werden – er könnte Trump die erste politische Niederlage bescheren

  • Donald Trump will den Ölmanager Rex Tillerson zu seinem Außenminister machen

  • Der Senat muss Tillersons Nominierung allerdings noch zustimmen

  • Wegen seiner Verbindungen nach Moskau wird nun aber auch bei den Republikanern Kritik laut

  • Die wichtigsten Fakten zum Fall Tillerson seht ihr im Video oben

Der künftige US-Präsident Donald Trump will den Ölmanager Rex Tillerson zu seinem Außenminister machen.

Mit dieser Personalentscheidung für einen der wichtigsten Posten seiner Regierung geht Trump aber ein gehöriges Risiko ein. Der US-Senat könnte Tillersons Nominierung nämlich noch kippen.

Tillerson, Vorstandschef des Konzerns ExxonMobil, hat enge Verbindungen nach Moskau, was nicht nur in der demokratischen Partei für Kritik sorgt. Die persönliche Bande zum russischen Präsidenten Wladimir Putin ruft auch Widerstände in Trumps eigener Partei hervor.

Was die Situation aktuell noch verschärft: Erst vor wenigen Tagen hatte die US-Zeitung "Washington Post" berichtet, dass laut einer Einschätzung des US-Geheimdiensts CIA, Russland mit Cyberangriffen versucht habe, die US-Wahlen zu Gunsten Donald Trumps zu beeinflussen.

Der Kreml wies diesen Vorwurf zurück und Trump reagierte mit Spott, indem er über die CIA sagte: "Dies sind die gleichen Leute, die gesagt haben, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitzt".

McCain: "Ich habe natürlich Bedenken"

Drei republikanische Senatoren haben sich bereits kritisch über Tillerson und seine Verbindungen nach Russland geäußert.

"Ich habe natürlich Bedenken wegen seiner Verbindung zu Wladimir Putin", sagte beispielsweise der republikanische Senator John McCain gegenüber dem US-Sender "CNN".

Wie das Nachrichtenportal "Politico" berichtet, haben auch die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Marco Rubio, der in den Präsidentschaftsvorwahlen gegen Donald Trump angetreten war, Bedenken in Bezug auf Tillersons Nominierung geäußert.

Rubio twitterte: "Ein Freund von Vladimir Putin zu sein, ist keine Eigenschaft, die ich mir von einem Außenminister erhoffe."

Schon drei "Nein"-Stimmen könnten entscheidend sein

Auch wenn sich einige Republikaner schon hinter Trumps Personalentscheidung gestellt haben, könnten drei republikanische Senatoren schon ausreichen, um Tillersons Nominierung abzuweisen.

Die Republikaner haben zwar eine Mehrheit im Senat, aber wenn alle Demokraten gegen Tillerson stimmen sollten, dann braucht es nur noch drei "Nein"-Stimmen unter den Republikanern, um seine Bestätigung zu verhindern. Für Trump würde das die erste herbe Schlappe seiner Präsidentschaft bedeuten.

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Bislang haben aber auch die republikanischen Kritiker von Tillerson noch nicht angekündigt, tatsächlich auch gegen ihn zu stimmen. Zunächst steht dem Ölmanager noch eine Anhörung im US-Senat bevor. Hier wird er sicherlich mit einigen harten Fragen rechnen müssen – auch von Seiten der Republikaner.

Tillerson verfügt über keine politische Erfahrung

Wie Trump verfügt der 64-jährige Texaner über keinerlei politische Erfahrung. Tillerson steht seit 2006 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze von ExxonMobil. Er arbeitet seit Jahrzehnten für den Mineralölkonzern, der einen Umsatz von etwa 300 Milliarden US-Dollar (gut 280 Milliarden Euro) macht.

Die Berufung liegt ganz auf der Linie von Trumps Wahlkampfversprechen, das Verhältnis zu Russland zu verbessern. Tillerson erhielt von Putin 2013 den Orden der Freundschaft.

Mit Material von dpa.

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