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14/12/2016 06:57 CET | Aktualisiert 14/12/2016 08:52 CET

Münchnerinnen wollten normale Mützen kaufen - dann trugen sie den Tod am Leib

Woman drinking hot wine
imagenavi via Getty Images
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Sie sind bei Frauen auch in dieser Wintersaison wieder beliebt: Mützen, die ein Fell-Bommel ziert. Dieser sollte eigentlich aus Textilien gefertigt sein: Viscose, Wolle oder Kunststoff.

Doch in einigen Münchner Läden tauchten jetzt echte Fell-Bommel auf. Gefertigt aus Hunde-Fell. Ohne einen Hinweis, der die Kaufinteressenten informiert. Das fand die "Soko Tierschutz" jetzt heraus und mahnte drei Geschäfte wegen "Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht" ab.

Betroffen sind zwei Läden in München und einer in Fürstenfeldbruck. Sie müssen nun 1000 Euro Abmahngebühr bezahlen.

"Besagte Mütze ist als Imitat gekennzeichnet"

Für den Ladenbesitzer Alexander Breiter, der das Münchner Traditionsgeschäft "Hut Breiter" am Marienplatz leitet, ein Schock. Er will nichts von dem echten Fell an seinen Mützen gewusst haben. Das berichtete er der Münchner "Abendzeitung": "Die besagte Mütze ist vom Hersteller als Imitat gekennzeichnet und er hat mir gerade noch einmal bestätigt, dass es sich um ein solches handelt."

Auch die beiden anderen Ladenbesitzer zeigten sich überrascht, als sie mit den Vorwürfen konfrontiert wurden. Betroffen ist ebenfalls die Boutique "Tal40" am Münchner Isartor und das Amper-Einkaufszentrum in Fürstenfeldbruck.

Das Fell, das verwendet wurde, stammt von sogenannten Marderhunden. Sie leben als wilde Caniden in China und werden teils extra für die Fellindustrie gezüchtet. Die Einfuhr der Pelze ist in Deutschland nicht verboten.

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(vr)