POLITIK
14/12/2016 00:00 CET | Aktualisiert 14/12/2016 01:57 CET

Verdächtiger Mann im Fall Maria L. war schon wegen versuchten Mordes angeklagt

  • Der mutmaßliche Mörder von Maria L. wurde in Griechenland zu zehn Haft verurteilt

  • Er soll auf Korfu eine Frau eine Klippe hinunter gestoßen haben

  • Das bestätigte seine damalige Anwältin

  • Im Video oben seht ihr die vier wichtigsten Fragen zum Fall Maria L.

Der afghanische Flüchtling Hussein K., der mutmaßlich die Studentin Maria L. in Freiburg vergewaltigte und ermordete, hatte bereits in Griechenland im Jahr 2013 eine junge Frau fast umgebracht. Das bestätigte nun seine damalige Anwältin Maria-Elena Nikolopoulou.

Die Griechin äußerte sich der "Bild"-Zeitung gegenüber über den Fall. Die Zeitung hätte ihr Fotos von Hussein K. vorgelegt, worauf sie bestätigte, dass es sich um "definitiv dieselbe Person" handle. Damals habe er sich als 17-jähriger Iraner ausgegeben.

Der "Stern hatte zuerst berichtet, dass Hussein K. im Mai 2013 auf der Insel Korfu eine 20-jährige Studentin überfallen und eine Steilküste hinabgeworfen haben soll. Die junge Frau überlebte den Angriff demnach offenbar schwer verletzt. Griechische Medien hätten über den Fall berichtet.

Nikolopoulou erklärte gegenüber der "Bild"-Zeitung, dass ein Altersgutachten im Jahr 2013 ergeben habe, dass er damals zwischen 16 und 17 Jahre alt gewesen sei. Deshalb sei er in ein Jugendgefängnis in Nordgriechenland gekommen.

Im Februar 2014 wurde er zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt – aber nach kurzer Zeit wieder gegen Auflagen freigelassen. Es ist unklar, warum er wieder freikam.

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Im November 2015 gelangte er schließlich nach Deutschland. Hier habe er sich laut "Bild"-Zeitung als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling registrieren lassen und angegeben, dass er 16 Jahre alt sei und aus Afghanistan stamme.

Die Freiburger Polizei geht dem Hinweis derzeit nach. Laura Riske, eine Sprecherin der dortigen Polizei, erklärte gegenüber der "Bild"-Zeitung, dass man "sofort ein Rechtshilfeersuchen an die griechischen Behörden gestellt und um Akteneinsicht gebeten" habe.

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(ben)