POLITIK
14/12/2016 00:26 CET | Aktualisiert 14/12/2016 03:27 CET

"Völliger Unsinn": Russen reagieren empört auf Wahlmanipulations-Vorwürfe

  • Der Kreml reagiert auf Berichte, er plane eine Wahlmanipulation durch Falschnachrichten

  • Dieser Vorwurf sei "völliger Unsinn" sagte ein Kreml-Sprecher

  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Der Kreml hat Berichte über eine mögliche Einmischung Russlands in den Bundestagswahlkampf als "völligen Unsinn" zurückgewiesen. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag dem TV-Sender RT.

Damit reagierte er auf Berichte und Aussagen deutscher Politiker, die eine Manipulation des Bundestagswahlkampfs 2017 durch Falschnachrichten im Internet nicht ausschließen. Eine Einflussnahme könne den deutschen Befürchtungen zufolge etwa durch russische Hackerangriffe erfolgen.

Verfassungsschutz sieht Anstieg russischer Propaganda

Der Verfassungsschutz hat schon seit dem Beginn der Ukraine-Krise einen erheblichen Anstieg russischer Propaganda- und Desinformationskampagnen in Deutschland registriert.

Der US-Geheimdienst CIA glaubt Medien zufolge, dass russische Hacker im Präsidentschaftswahlkampf gezielt Informationen von Computern der Demokratischen Partei gestohlen haben, um dem Republikaner Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. Die russische Regierung bestreitet das.

SPD will Facebook in die Pflicht nehmen

Auch die Union befürchtet eine Manipulation des Bundestagswahlkampfs 2017 durch Falschnachrichten im Internet - mit dem Ziel der Abwahl von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Als einen möglichen Urheber nannte Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer am Dienstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem es nicht gefalle, wie kritisch Merkel gegenüber Moskau sei. Politiker von CDU und CSU sprachen sich für ein verschärftes Vorgehen gegen sogenannte Fake News aus - bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Die SPD nahm die Betreiber sozialer Netzwerke in die Pflicht.

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