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13/12/2016 06:34 CET | Aktualisiert 13/12/2016 06:39 CET

Pikante E-Mails: Hat Erdogans Schwiegersohn Verbindungen zum IS?

  • E-Mails bringen den türkischen Minister für Energie Berat Albayrak in Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat

  • Wikileaks veröffentlichte vergangene Woche 57.000 private E-Mails von Albayrak, der auch der Schwiegersohn von Präsident Erdogan ist

  • Eine Zusammenfassung seht ihr oben im Video

Pikante E-Mails bringen den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Bedrängnis. Berat Albayrak ist nicht nur mit Erdogans ältester Tochter Esra verheiratet, sondern auch Minister für Energie und Bodenschätze.

Wikileaks hat vergangene Woche mehr als 57.000 private E-Mails von Albayrak veröffentlicht, die den Minister in Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bringen.

Unternehmen machte Geschäfte mit dem IS

Wie die britische Tageszeitung "Independent" berichtete, geht aus den E-Mail-Verläufen hervor: Albayrak stand zwischen April 2000 und September 2016 mit dem Unternehmen Powertrans in Kontakt. Nachdem der IS Gebiete im Nordirak für sich gewonnen hatte, habe sich Powertrans einfach mit den neuen Machthabern arrangiert.

Das wirft die Frage auf, ob Erdogans Schwiegersohn Albayrak auch mit dem IS verhandelte. Aus den gehackten E-Mails geht zumindest hervor, dass er sehr genau über Personal- und Gehaltsentscheidungen des Unternehmens informiert war. Bisher hatte Albayrak immer bestritten, mit Powertrans in Verbindung zu stehen. Eine Anfrage des "Independent" ignorierte Albayrak zunächst.

Albayrak ist seit 2004 mit Erdogans Tochter verheiratet. In der Türkei soll er bereits als Erdogans Wunschnachfolger gelten.

Mehr zum Thema: "Die Liebe des Volkes, die Hoffnung für Millionen": Warum Erdogan bei den Türken so beliebt ist

"Die Menschen in der Türkei brauchen freie Medien"

Das türkische Hacker-Kollektiv Redhack soll die E-Mails Wikileaks zugespielt haben. Wikileaks-Gründer Julian Assange sagte laut dem "Independent", die E-Mails seien als Antwort auf die Unterdrückung von Dissidenten in der Türkei veröffentlicht worden. "Die Menschen der Türkei brauchen freie Medien und freies Internet", sagte Assange.

Seit dem gescheiterten Putsch im Juli geht Präsident Erdogan hart gegen mutmaßliche Unterstützer des Putschversuchs vor. Darunter sind auch zahllose Journalisten und Vertreter unabhängiger Medien.

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