LIFE
12/12/2016 10:32 CET | Aktualisiert 12/12/2016 10:36 CET

Warum Menschen mit 3er-Durchschnitt später erfolgreicher sind

Nur wer in der Schule gute Noten schreibt, kann später im Berufsleben Erfolg haben. Das ist zumindest der Eindruck, den uns Bildungs-Institutionen gerne vermitteln.

Aber die Liste von bekannten Persönlichkeiten, die in der Schule eher mittelmäßig waren und trotzdem später in unterschiedlichen Bereichen extrem erfolgreich wurden, widerlegt das.

Der Naturforscher Charles Darwin etwa galt in der Schule als mittelmäßiger Schüler und Mark Zuckerberg, Steve Jobs und Bill Gates brachen allesamt das College ab, um ihre inzwischen Milliarden-schweren Firmen zu gründen.

Dass es kein Wunder ist, wie erfolgreich diese Nicht-Musterschüler in ihrem späteren Leben wurden, zeigen diese fünf Stärken von 3er-Kandidaten (eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben):

1. Sie sind risikobereit

3er- und 4er-Schüler leben mit der ständigen Gefahr, durchzufallen. Diese Risikobereitschaft lässt sich in der Wirtschaft gut anbringen, wie zahlreiche Erfolgsgeschichten belegen.

2. Sie können mit Misserfolgen gut umgehen

Eine weitere wichtige Lektion, die man ohne ständige Bestnoten lernt: Ein kleiner Fehler bedeutet noch lange nicht den Weltuntergang. Die Stehaufmännchen-Mentalität von Menschen, die Prüfungen nachschreiben mussten, ist Einser-Schülern eher fremd.

3. Sie lernen, die eigenen Schwächen auszugleichen

Richard Branson, der Gründer der Virgin-Group, brach mit 15 die Schule ab, nachdem er dort aufgrund seiner Legasthenie mit Problemen zu kämpfen hatte.

Er sagt heute, dass seine eigenen Schwächen ihm beigebracht haben, mit anderen zusammenzuarbeiten und Aufgaben zu delegieren.

4. Sie machen ihr eigenes Ding

Mittelmäßige Schüler suchen sich oft andere Dinge, in denen sie gut sind und werden mit ihren eigenen Konzepten oft viel erfolgreicher als ihre mustergültigen Klassenkameraden.

So machte es zum Beispiel Elizabeth Holmes. Die Medizinerin brach mit 19 die Uni ab. Das Geld, das durch die wegfallenden Studiengebühren plötzlich da war, investierte sie in ihre eigene Firma.

Das ermöglichte ihr, eine neue, einfachere und schmerzfreie Form des Bluttests zu entwickeln, die sie zur jüngsten Milliardärin der Welt machte.

5. Sie haben emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz gelernt

All die Zeit, die frei wird, wenn man "nur" für eine 3 lernen muss, ist Freizeit. Darin lernt man oft weit mehr über das Verhalten seiner Mitmenschen als in der Schule.

Wie Forscher der Universität Bonn in eine Studie bewiesen, zahlt sich Empathie im Berufsleben aus. Der Studie zufolge sind die meisten Gutverdiener auch Menschenkenner mit hoher emotionaler Intelligenz.

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(glm)