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11/12/2016 08:46 CET | Aktualisiert 11/12/2016 08:47 CET

Heftige Gefechte: Palmyra offenbar wieder unter IS-Kontrolle

Ruinen der UNESCO-Kulturerbestätte und vom IS zerstörten Oasenstadt Palmyra
dpa
Ruinen der UNESCO-Kulturerbestätte und vom IS zerstörten Oasenstadt Palmyra

Nach einer erneuten Attacke auf das historische Palmyra ist die Terrormiliz IS Menschenrechtlern zufolge erneut in die syrische Oasenstadt eingefallen.

Die Dschihadisten kontrollierten nun die gesamte Stadt samt Unesco-Welterbe-Gelände, bestätigte der Leiter des Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Offenbar 300 Tote nach russischen Luftangriffen

Die IS-Kämpfer waren schon Samstagabend in die kulturell bedeutende Stadt eingefallen, konnten am Sonntagmorgen durch heftige Luftangriffe Russlands aber vorübergehend vertrieben werden.

Die russische Luftwaffe habe in der Nacht zum Sonntag 64 Luftangriffe geflogen, bei denen 300 IS-Kämpfer getötet worden seien, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Zudem seien bei den Angriffen Fahrzeuge und Artillerie der radikalislamischen Extremisten zerstört worden.

Erst vor neun Monaten hatten syrische Truppen mit russischer Unterstützung die Oasenstadt mit ihren 2000 Jahre alten Ruinen aus der Römerzeit vom IS zurückerobert.

Vor Ausbruch des Bürgerkriegs war Palmyra ein beliebtes Touristenziel

Die Terrormiliz hatte Palmyra 2015 eingenommen und elf Monate lang besetzt gehalten. In dieser Zeit zerstörte sie einige der antiken Bauten, die Weltkulturerbe der Unesco sind. Vor Ausbruch des Bürgerkriegs war Palmyra ein beliebtes Touristenziel.

Der IS wird derzeit an anderen Orten in Syrien sowie in seiner irakischen Hochburg Mossul verstärkt bekämpft. Seinen neuen Versuch zur Eroberung von Palmyra startete er vor wenigen Tagen und nutzte dabei offenbar aus, dass die syrische Armee derzeit vor allem mit dem Kampf gegen die Rebellen in Ost-Aleppo beschäftigt ist.

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