POLITIK
11/12/2016 23:36 CET

"Diplomatisch Unreif": Chinesen wollen Druck auf Donald Trump ausüben

Donald Trump legt sich mit der chinesischen Führung an
The Washington Post via Getty Images
Donald Trump legt sich mit der chinesischen Führung an

  • Der designierte US-Präsident Donald Trump provoziert China

  • In einem Interview stellte er in Frage, ob Taiwan weiter als Teil von China betrachtet werden sollte

  • Jetzt reagieren die Chinesen

Der Konflikt zwischen der chinesischen Regierung und dem Noch-nicht-Präsidenten Donald Trump verschärft sich.

Die Äußerungen von Donald Trump, die USA müssten nicht unbedingt an die Ein-China-Politik gebunden sein, hatte in China für Aufregung gesorgt. In einer ersten Reaktion in der Zeitung "Global Times" vom Montag beschrieb ein außenpolitischer Experte den neu gewählten US-Präsidenten als diplomatisch "unreif":

"Deswegen müssen wir ihm klar machen, wie ernst das Problem ist und Druck auf ihn ausüben", sagte Li Haidong, Professor an der Universität für auswärtige Angelegenheiten.

"Trump begreift nicht, dass die Taiwanfrage kein Geschäft für China ist"

"Als Unternehmer denkt er, es sei ganz normal, Geschäfte zu machen, aber er begreift nicht, dass die Taiwanfrage kein Geschäft für China ist. Die Taiwanfrage ist nicht verhandelbar."

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Donald Trump hatte nach seinem Telefonat mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen Anfang Dezember die in Frage gestellt, ob die USA weiter ihre "Ein-China-Politik" verfolgen sollten.

"Trump begreift nicht, dass die Taiwanfrage kein Geschäft für China ist"

Es war das erste Telefonat eines neugewählten US-Präsidenten seit 1979 mit Taiwan gewesen. Er verstehe die langjährige US-Position, nach der Taiwan Teil von "einem China" sei, voll und ganz, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders "Fox News".

Was er nicht wisse, sei, "warum wir an eine 'Ein-China-Politik' gebunden sein müssen, solange wir nicht einen Deal mit China über andere Dinge haben, darunter den Handel."

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