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10/12/2016 11:30 CET

Er hustete und zuckte 13 Minuten lang: Todeskandidat in US-Gefängnis musste bei Hinrichtung leiden

US-Gefängnis quält Häftling vor Tod
Stephen Lam / Reuters
US-Gefängnis quält Häftling vor Tod

  • Ein zum Tode verurteilter Häftling hat sich in den USA 13 Minuten durch eine Giftinjektion gequält

  • Er hatte das umstrittene Gift Midazolam verabreicht bekommen

Ein Häftling im US-Staat Alabama hat bei seiner Exekution durch eine Giftinjektion offenbar 13 Minuten lang leiden müssen.

Der 45 Jahre alte Ronald B. Smith hustete und zuckte wiederholt, nachdem ihm in der Nacht zum Freitag in der Hinrichtungskammer im Staatsgefängnis von Atmore die erste von drei Drogen eingespritzt wurde, wie ein Augenzeuge berichtete.

Der wegen eines Raubmordes zum Tode verurteilte Mann wurde schließlich nach 30 Minuten für tot erklärt - ein "typischer Zeitrahmen" für derartige Exekutionen, zitierte das Nachrichtenportal Al.com einen Sprecher der staatlichen Gefängnisbehörde.

Midazolam in der Kritik

Der Webseite zufolge bestand die erste Injektion, die Smith bewusstlos machen sollte, aus Midazolam. Dieses Mittel wird derzeit bei Hinrichtungen in den USA häufig als erste Droge eines Giftcocktails verwendet - anstelle des zuvor stets eingesetzten Pentobarbitals, das nicht mehr zur Verfügung steht.

Hersteller auch im Ausland haben die Lieferung eingeschränkt, weil sie nicht wollen, dass das Mittel bei Hinrichtungen eingesetzt wird.

Smith war einer von mehreren Häftlingen, die sich gerichtlich gegen die Verwendung von Midazolam gewandt hatten. Ihr Argument: Midazolam sei ein Beruhigungsmittel, das anders als Pentobarbital nicht zuverlässig Bewusstlosigkeit herbeiführe.

Das höchste US-Gericht hatte Smiths Hinrichtung in der Nacht zum Freitag zunächst zwei Mal ausgesetzt und dann schließlich doch gestattet.

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(vr)