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10/12/2016 05:04 CET

Mord bei Kiel: Mutmaßlicher Täter soll unter Psychosen gelitten haben

Nach dem Mord an einer Frau in Kronshagen kommen immer mehr Details zu den Hintergründen der Tat ans Licht
dpa
Nach dem Mord an einer Frau in Kronshagen kommen immer mehr Details zu den Hintergründen der Tat ans Licht

  • Nach der tödlichen Brandattacke auf eine Frau in Kronshagen ist das Motiv des mutmaßlichen Täters weiterhin unklar

  • Ein Bericht der "Bild" legt nun nahe, dass eine psychische Erkrankung des Täters eine Rolle gespielt haben könnte

Das Motiv für die tödliche Brandattacke auf eine Frau in Kronshagen bei Kiel ist auch drei Tage nach der Tat weiter unklar. Ein Bericht der "Bild"-Zeitung legt nun nahe, dass eine psychische Erkrankung des Tatverdächtigen eine Rolle gespielt haben könnte.

Laut "Bild" litt der mutmaßliche Täter, bei dem es sich um den Ehemann des Opfers handelt, unter Wahnvorstellungen. Vor rund einem Jahr soll der gebürtige Togolese seinen Job als Schlosser verloren haben.

Ein Facebook-Post vom Morgen der Tat könnte zudem einen Einblick in die Gedankenwelt des Täters liefern. "Gott ist allmächtig. Der Glaube rettet", schrieb der Tatverdächtige laut "Bild" am Mittwochmorgen auf Facebook - nur wenige Stunden bevor er seine Ehefrau in Brand gesetzt haben soll.

Polizei geht von Beziehungstat aus

Die Behörden bestätigten diese Informationen bislang nicht. Der mittlerweile inhaftierte Tatverdächtige habe sich bei seiner Vernehmung weitgehend geständig gezeigt, wie der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Freitag sagte.

Nähere Angaben zu den Aussagen des Mannes wolle er nicht machen: "Konkreter werden wir nicht." Die Polizei hatte erklärt, es sei von einer Beziehungstat auszugehen.

Der 41-Jährige, der seine Frau am Mittwochmorgen nach einem Streit mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet hatte, sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft im Gefängnis in Neumünster.

Behörden ermitteln wegen Mordes

Ihm wird Mord vorgeworfen. Oberstaatsanwalt Bieler rechnet damit, dass die Ermittlungen zu dem Verbrechen voraussichtlich drei bis vier Monate dauern werden. Dann könne die Anklage gefertigt werden.

Die 38 Jahre alte Frau des mutmaßlichen Täters war noch am Tag des Verbrechens im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Frau stammte ebenfalls aus dem afrikanischen Staat Togo und lebte seit vielen Jahren in Kiel.

Sie hinterlässt zwei Söhne, sie sind drei und sieben Jahre alt. Die Kinder seien jetzt in staatlicher Obhut, betonte Bieler. Die Stadt Kiel hat die Kinder in einer Pflegefamilie untergebracht.

Die Frau wollte im Januar einen einjährigen Dienst beim Flüchtlingsbeauftragten des Landes, Stefan Schmidt, beginnen.

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(vr)