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10/12/2016 06:43 CET | Aktualisiert 10/12/2016 06:48 CET

Spanien: Eltern verprassen Spenden-Gelder ihrer kranken Tochter für Luxusgüter

Spanien: Eltern verprassen Spenden-Gelder ihrer kranken Tochter für Luxusgüter
dpa
Spanien: Eltern verprassen Spenden-Gelder ihrer kranken Tochter für Luxusgüter

  • In Spanien sorgt ein Spendenskandal um eine kranke Elfjährige für Wirbel

  • Durch einen Spendenaufruf waren fast eine Million Euro für die Behandlung des Mädchens zusammengekommen

  • Ihren Eltern wird nun vorgeworfen, das Geld stattdessen für Luxus-Güter ausgegeben zu haben

Ein Skandal um eine betrügerische Spendenkampagne für ein krankes Mädchen in Spanien hat offenbar einen weit größeren Umfang als zunächst angenommen.

Laut den Ermittlungen der Polizei sollen die Eltern in den vergangenen Jahren Gelder in Höhe von 918.000 Euro bekommen haben. Damit sollte deren Angaben zufolge eine aufwendige medizinische Behandlung ihrer Tochter Nadia (11) in den USA finanziert werden.

Das Mädchen leidet unter einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Zuvor hatte es geheißen, nach dem letzten Spendenaufruf seien 150.000 Euro zusammengekommen.

Persönliche Werte in Höhe von 600.000 Euro gefunden

Im Haus der Familie hätten die Ermittler jetzt persönliche Werte in Höhe von 600.000 Euro gefunden, darunter 32 Uhren im Wert von 50.000 Euro und teure elektronische Geräte, berichtete die Zeitung "El País" am Freitag.

Der Fall ist in Spanien seit Tagen in den Schlagzeilen. Die Eltern waren am Mittwochabend festgenommen worden, die Mutter kam aber am Donnerstag wieder auf freien Fuß, damit sie sich um ihre Tochter kümmern kann. Beide wurden am Freitag erstmals verhört.

Eltern hatten nach Spenden für Behandlung ihrer Tochter gebeten

Der Vater hatte in Medien immer wieder um Spenden gebeten - nach seinen Worten, um damit eine teure Behandlung in Houston zu finanzieren, die das Mädchen retten sollte.

"El País" hatte aber am Wochenende aufgedeckt, dass die Eltern sich die Therapie nur ausgedacht haben sollen. Ein Richter leitete Ermittlungen ein, worauf die Konten der Familie gesperrt wurden.

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(lp)