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09/12/2016 01:35 CET | Aktualisiert 09/12/2016 01:51 CET

Mord an Maria L.: Das denken die Deutschen über die "Tagesschau"-Entscheidung

Die Deutschen halten die Entscheidung der "Tagesschau" für falsch, nicht über den Fall Maria L. zu berichten
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Die Deutschen halten die Entscheidung der "Tagesschau" für falsch, nicht über den Fall Maria L. zu berichten

  • Die Entscheidung der Tagesschau, zunächst nicht über den Mord an Maria L. zu berichten, hatte Kontroversen ausgelöst

  • Nun zeigt eine Umfrage die Meinung der Deutschen zu diesem Thema

Die Entscheidung der "Tagesschau", zunächst nicht über die Festnahme eines 17-jährigen Afghanen im Mordfall Maria L. zu berichteten, sorgte für Wirbel. Die Studentin war in Freiburg von dem Flüchtling vergewaltigt und ermordet worden.

Eine Umfrage zeigt jetzt: Die Mehrheit der Deutschen hält die Entscheidung der "Tagesschau" für falsch. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des "Focus" unter 1002 Personen. Demnach sind 54 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass die Nachrichtensendung über den Mordfall hätte berichten müssen. 34 Prozent sind der Auffassung, die Entscheidung, über das Verbrechen nicht zu berichten, sei richtig gewesen.

Mehr zum Thema: So verwirrend erklärt die "Tagesschau", wieso sie jetzt doch über Verbrechen von Flüchtlingen berichtet

Die "Tagesschau begründete ihre Entscheidung damit, dass die Tat ein regionales Ereignis und der mutmaßliche Täter minderjährig gewesen sei. Später überdachten die Programmmacher dies nochmal: Einen Tag nach der Festnahme berichtete die ARD dann in den "Tagesthemen" über den Fall. Am Dienstag nahm die "Tagesschau" in ihrer 20-Uhr-Ausgabe die Festnahme eines 31-jährigen Irakers, der verdächtigt, wird in Bochum zwei Studentinnen vergewaltigt zu haben, ins Programm.

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(bp)