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09/12/2016 11:54 CET | Aktualisiert 09/12/2016 12:01 CET

Schüler finden 30.000 Euro und geben sie zurück - so speist sie der Besitzer ab

Joschua, Julius, Lena, Emma und Luis sind auf dem Weg zur Schule, als sie drei Bündel auf der Straße sehen. Als sie von ihren Fahrrädern steigen und die Bündel öffnen, finden sie Packen mit 500 Euro Scheinen.

Die Fünf wohnen in Gundelfingen in der Nähe von Freiburg. Vor wenigen Wochen fanden sie das Geld und brachten den Fund sofort zur Polizei.

"Die haben uns erst gar nicht reingelassen", sagte Joschua der "Badischen Zeitung".

Als die Polizisten das Geld zählten, stellte sich heraus: Die Kids hatten insgesamt 30.000 Euro gefunden.

Fünf Tafeln Merci-Schokolade

Angesichts dieser Summe überrascht es, was die 12- bis 13-Jährigen für ihre Ehrlichkeit bekamen: Eine Entschuldigung für die Schule, weil sie zu spät zum Unterricht kamen.

Aber zu diesem Zeitpunkt gab es noch Hoffnung: Wenn sich innerhalb eines halben Jahres kein Besitzer melden würde, könnten sie das Geld behalten.

Am 1. Dezember meldete sich dann der Besitzer doch. Und dankte es den Schülern auf eher ungewöhnliche Art: Jeder bekam einen Brief und eine Schachtel Merci-Schokolade.

"So schlecht scheint unsere Erziehung nicht gewesen zu sein."

Mit dem kleinen Reichtum im jungen Alter wurde es also nichts.

Allerdings musste der Besitzer den Schülern dann doch den gesetzlich vorgeschriebenen Finderlohn übergeben: 182 Euro pro Kind.

Statt Flachbildfernseher seien es Fußballschuhe, statt Pferd eine Reithose geworden, schreibt die "Badische Zeitung". Die Eltern sind laut der Zeitung aber verständlicherweise stolz. Eine Mutter sagte dem Blatt: "Ich bin stolz. So schlecht scheint unsere Erziehung nicht gewesen zu sein."

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(vr)