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09/12/2016 11:54 CET | Aktualisiert 09/12/2016 12:16 CET

Niedersachsen: 32-jähriger Mann soll 122 Kinder missbraucht haben

Über eine Internetplattform soll ein Mann aus Bad Iburg mehr als hundert Kinder missbraucht haben.
Eric Herchaft via Getty Images
Über eine Internetplattform soll ein Mann aus Bad Iburg mehr als hundert Kinder missbraucht haben.

  • Ein Mann aus Bad Iburg soll 122 Kinder sexuell missbraucht haben

  • Er soll sich auf einer Internetplattform als Mädchen ausgegeben haben, um seine Opfer anzulocken

  • Angeblich forderte der 32-Jährige die Minderjährigen dazu auf, sich bei sexuellen Handlungen aufzunehmen

Ein Mann aus Bad Iburg soll 122 Kinder aus Deutschland, Belgien und der Schweiz sexuell missbraucht haben. Nach Angaben der "Osnabrücker Zeitung" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Iburger.

Iburger forderte Kinder übers Internet zu sexuellen Handlungen auf

Der 32-Jährige soll auf einer Internetplattform Kontakt zu den Minderjährigen aufgenommen haben. Dabei hat er sich angeblich als Mädchen ausgegeben und die sieben- bis dreizehnjährigen Kinder dazu aufgefordert, Nacktbilder von sich zu schießen und sexuelle Handlungen durchzuführen. Es ist von Gegenständen die Rede, die sich die Jungen und Mädchen auf seine Anweisung hin eingeführt haben sollen.

Anschließend verleitete er die Kinder dazu, ihm die Fotos und Videos zu schicken. Um ihr Interesse zu wecken, hat der Osnabrücker ihnen angeblich ein Video zugeschickt, auf dem sich ein Mädchen selbst befriedigt.

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Sex-Videos und Nackt-Bilder gegen "Credits"

Als Anreiz für ihre sexuellen Handlungen soll der Mann ihnen sogenannte "Credits" geboten haben, eine Währung auf der Internetplattform.

Die Anzeige einer Mutter, deren Tochter zu den Opfern gehört, machten die Ermittler auf den 32-Jährigen aufmerksam. Bereits im Februar 2016 soll seine Wohnung durchsucht worden sein. Dabei wurden angeblich mehr als 600 kinderpornografische Dateien sichergestellt.

Dem 32-Jährigen drohen bis zu fünf Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft in Osnabrück wird laut "Osnarücker Zeitung" in Kürze Anklage gegen den Iburger erheben. Nach dem Strafgesetzbuch steht auf den sexuellen Missbrauch von Kindern mittels Kommunikationstechnologie eine Haftstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren Gefängnis aus.

Die Polizeiinspektion Osnabrück war für die Huffington Post am Freitag nicht erreichbar (Stand: Freitag, 9. Dezember).

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(vr)