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09/12/2016 05:56 CET | Aktualisiert 09/12/2016 08:17 CET

Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Hildegard Hamm-Brücher ist tot
dpa
Hildegard Hamm-Brücher ist tot

  • Hildegard Hamm-Brücher ist am Mittwoch im Alter von 95 Jahren verstorben

  • Sie war 54 Jahre lang als FDP-Politikerin tätig und galt als Grand Dame der Liberalen

  • In ihrer Zeit als Politikerin war sie Staatsministerin unter Helmut Schmidt und kandidierte für das Bundespräsidentenamt

Die langjährige FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher ist tot. Das bestätigte ihr Sohn am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.

Hildegard Hamm-Brücher wurde 95 Jahre alt

Nach einer Reihe gesundheitlicher Probleme ist die Liberale im Alter von 95 Jahren gestorben. In ihren letzten Jahren hatte sie unter anderem mit zwei Oberschenkelhalsbrüchen, Gedächtnislücken und Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen.

Die promovierte Chemikerin hat in ihrer Kindheit den Nationalsozialismus miterlebt. Geprägt von dieser Zeit stand sie für Freiheit und Demokratie ein.

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer nannte Hamm-Brücher "eine große, für ihre Überzeugungen einstehende freie Demokratin, ein Vorbild bürgerlichen Engagements und menschlicher Größe."

Dass sie, jüdischer Abstammung, wegen antiisraelischer Episoden die Partei verließ, habe zu Wachsamkeit und Lauterkeit im politischen Engagement verpflichtet. "Ihr Rückzug im dritten Wahlgang verhalf Roman Herzog zur Bundespräsidentschaft. Sie hätte gewiss ebenso würdig und klug unser Land vertreten", sagte Beer der Huffington Post.

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Kandidatur als Bundespräsidentin

1948 zog sie als Rathaus-Jüngste für die FDP in den Münchner Stadtrat ein. Hamm-Brücher war unter dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt Staatsministerin im Auswärtigen Amt.

1994 galt Hildegard Hamm-Brücher als aussichtsreiche Kandidatin für das Bundespräsidentenamt. Sie kandidierte für den Posten, musste allerdings zugunsten des CDU-Kandidaten Roman Herzog weichen.

Hamm-Brüchers Ausstieg aus der FDP

Hamm-Brücher blieb ihrer liberalen Haltung immer treu und prägte die FDP in ihren 54 Jahren als Politikerin. 2002 gab sie ihr Parteibuch zurück, da sich der damalige Partei-Vize der FDP, Jürgen Möllermann, antisemitisch äußerte.

In ihren letzten Tagen hat die Grande Dame der Liberalen in München gelebt.

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