LIFE
09/12/2016 11:37 CET | Aktualisiert 09/12/2016 11:42 CET

Was geschah, als ich eine Woche lang meinen eigenen Becher mit zu Starbucks nahm

2008 startete Starbucks eine neue Strategie, mit der das Unternehmen seinen Müll drastisch reduzieren wollte. Teil der Initiative: den Anteil von Einwegbechern deutlich reduzieren.

25 Prozent der Getränke sollten entweder in wiederverwendbaren Bechern oder am Platz im Café getrunken werden.

Vor Kurzem nahm ich mir also vor, eine Woche lang einen Mehrwegbecher mit zu Starbucks zu bringen. Ich nahm also das Einfachste mit, das mir einfiel: ein Einmachglas.

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Am ersten Tag bestellte ich etwa 300 ml grünen Tee, gab aber dem Barista mein 600-ml-Einmachglas. Er wusste nicht genau, was er damit anfangen sollte - aber er fühlte sich sichtlich schlecht, dass er mir einen halbleeren Becher überreichte und gab mir deshalb einen kleinen Rabatt.

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Andere Kunden waren verwundert: “Man kann ein Einwegglas mitbringen? Wusste ich gar nicht!”

Das Einmachglas - das fand ich schnell heraus - hatte einen Riesenvorteil: der Deckel. Ich konnte mein Getränk ohne Sorgen in meiner Tasche verstauen.

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Meinem Freund wollte ich auch ein Einwegglas andrehen - natürlich eins, das super zu meinem Einmachglas passt. Er wollte es aber nicht benutzen. Naja...

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Irgendwann fing ich an, das Einmachglas zweckzuentfremden. An einem Tag befüllte ich es sogar mit Haferbrei und nahm es als Pausensnack in die Uni mit. Nachdem ich aufgegessen hatte, spülte ich das Glas im Badezimmer aus und ging zu Starbucks. Aber es gab ein Problem.

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Dieses Mal brachte ich ein Einmachglas mit, das nur 300 ml fasste. Doch schon der kleinste Smoothie bei Starbucks hat 500 ml. Ich sagte dem Barista, er solle einfach so viel hineinfüllen, wie geht. Das tat er - und gab mir die restlichen 200 ml in einem kleinen Becher. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

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An meinem letzten Tag wollte ich mir was gönnen und bestellte einen Frappuccino mit Schokoraspeln oben drauf. Ich wusste, dass er ganz toll in meinem 600-ml-Einmachglas aussehen würde.

Als die Bedienung mit meinem Getränk fertig war und ihn ausrief, klang sie ziemlich genervt. Nicht jeder Mitarbeiter bei Starbucks war erfreut, mit dem Einmachglas aus dem Alltagstrott geworfen zu werden. Die meisten waren jedoch freundlich und passten sich der Situation an.

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Meine 3 wichtigsten Erkenntnisse aus der Woche sind:

1. Starbucks passt sich den Gegebenheiten ganz gut an, auch wenn dein Glas die total falsche Größe hat.

2. Ein Einmachglas in der Tasche ist super. Du kannst es sowohl für Snacks als auch für Getränke gut nutzen.

3. Dein eigenes Glas zu Starbucks mitzubringen ist eine gute Möglichkeit, für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Denn wenn wir alle ein bisschen dazu beitragen, wäre schon viel gewonnen.

Alle Fotos von Rose Gerber

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Vivien Varga aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)