POLITIK
09/12/2016 11:31 CET | Aktualisiert 09/12/2016 11:42 CET

Trump telefonierte mit dem philippinischen Präsidenten - was der danach sagte, sollte uns allen Angst machen

Trump telefonierte mit dem philippinischen Präsidenten - was der danach sagte, sollte uns allen Angst machen
Reuters/ Getty
Trump telefonierte mit dem philippinischen Präsidenten - was der danach sagte, sollte uns allen Angst machen

Der designierte US-Präsident Donald Trump telefoniert weiterhin mit Staatsoberhäuptern aus aller Welt. Letzte Woche nahm er sich laut internationalen Medienberichten den Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte, vor.

Duterte soll in einer Rede am Mittwoch bekundet haben, er fühle sich seit dem Telefonat “wie ein Heiliger”. Der Grund: Trump lobte am Telefon seine Anti-Drogen-Kampagne. Ein Vorgehen, das von nicht wenigen Staaten massiv kritisiert wird.

Zudem lud Trump den philippinischen Präsidenten zu einem Kaffee ein. Er würde von Duterte gerne lernen, wie man mit Medien und Kritikern umzugehen hätte. Bei seiner Anti-Drogen Kampagne wünschte Trump ihm "viel Erfolg".

Duterte zitierte in seiner Rede Trump folgendermaßen: “Oh, Präsident Duterte, wir sollten unsere schlechten Beziehungen in Ordnung bringen. Sie machen das großartig.” Duterte versicherte darauf, den USA wohlgesinnt zu sein.

Obama kritisierte Duterte für seine brutale Anti-Drogen-Kampagne

Die Beziehungen zwischen den Philippinen und den USA waren in Barack Obamas Amtszeit höchst problematisch. Duterte wurde von Obama, der EU und verschiedenen Menschenrechtsgruppen stark für seine harte Anti-Drogen-Kampagne kritisiert.

Das Land geht äußerst hart gegen Drogenkriminalität vor. Duterte propagierte in den vergangenen Monaten außergerichtliche Tötungen von mutmaßlichen Drogenverbrechern. Insgesamt 4000 Menschen soll die Kampagne schon das Leben gekostet haben.

Auch ein Gipfel mit Obama im September scheiterte. Obama sagte das Treffen ab, weil Duterte ihm im Voraus verbot, ihn über Menschenrechte zu belehren. In einer von Dutertes Reden schickte er Obama “zur Hölle”.

Eines haben Trump und Duterte auf jeden Fall gemeinsam: Unberechenbar sind sie beide, vor allem ihre spontanen Ausbrüche sorgen für Schlagzeilen.

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