WIRTSCHAFT
08/12/2016 08:30 CET | Aktualisiert 08/12/2016 08:46 CET

Top-Investor: "Dank Trump wird 2017 ein sehr gutes Jahr"

Mark Wilson via Getty Images
Top-Investor: "Dank Trump wird 2017 ein sehr gutes Jahr"

Laut seinen politischen Gegnern ist er eine tickende Zeitbombe. Laut dem renommierten „Time“-Magazin ist er der Mensch des Jahres. Und laut führenden Köpfen in der Wirtschaft könnte der kommende US-Präsident Donald Trump zum Heilsbringer werden.

Das erklärt nun auch der britische Top-Investor Stephen Jones, Chief Investment Officer beim britischen Assetmanager Kames Capital. Dem Schweizer Onlinemagazin "Watson“ sagte Jones, er rechne mit einem starken wirtschaftlichen Jahr 2017 – insbesondere dank Trump.

Donald Trump werde zusammen mit den moderateren Kräften in seiner Partei "die Marktwirtschaft und den Kapitalismus“ stärken. Jones erklärt: "Die Märkte sehen deshalb in Trump einen neuen Ronald Reagan.“

Was will Trump?

Jones glaubt, der US-Präsident werde eine "Pro-Business-, Pro-Wachstums-Politik betreiben“. Ähnliche Spekulationen hatten zuvor bereits die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dazu bewegt, Trump zum "Retter der Weltwirtschaft“ zu erklären.

Der kommende US-Präsident plant ein massives Infrastrukturprogramm. Durch Steuererleichterungen will er vor allem amerikanische Unternehmen dazu bewegen, Milliardenbeiträge in neue Straßen und Brücken zu investieren.

Trump wird dafür auch den US-amerikanischen Haushalt belasten, Billionen Dollar Schulden machen, glauben Experten. "Die OECD übersieht das steigende Leistungsbilanzdefizit der USA“, kritisierte Paul Welfens, Volkswirt der Bergischen Universität Wuppertal, daher in der Huffington Post.

Mehr zum Thema: Der Trump-Effekt: Die OECD feiert den US-Präsidenten als Retter der Weltwirtschaft. ist er das?

Top-Investor Jones sieht das weniger kritisch – und schießt stattdessen gegen die Deutschen: "Ich weiß, dass man das Deutsch sprechenden Menschen nicht sagen darf, aber: Schulden sind gar nicht so schlimm.“

Er glaubt: "Trump hat es immer sehr gut verstanden, das Geld der anderen auszugeben.“