POLITIK
08/12/2016 03:22 CET | Aktualisiert 08/12/2016 03:24 CET

Ein Detail auf dem "Time"-Cover sorgt in den USA für Entrüstung

Ein Detail auf dem "Time"-Cover sorgt in den USA für Entrüstung
Time Magazine
Ein Detail auf dem "Time"-Cover sorgt in den USA für Entrüstung

Über keine politische Figur wurde im Jahr 2016 wohl so hitzig diskutiert wie über den kommenden US-Präsidenten Donald Trump. Nur folgerichtig, dass der bald "mächtigste Mann der Welt“ vom renommierten "Time“-Magazine zum Mann des Jahres gewählt wurde.

Ein Kompliment ist das nicht unbedingt: "Präsident der gespaltenen Staaten“ titelt das Magazin neben dem großen Abbild Trumps. Die Macher spielen damit auf die tief gesellschaftliche Spaltung an, für die der polarisierte Wahlkampf in den USA sorgte.

Ein Detail auf dem Cover erregt die Gemüter nun zusätzlich. Betrachter des Magazintitels fühlen sich an ein "Time“-Titelblatt des "Mann des Jahres“ von 1938 erinnert: Adolf Hitler.

Der zierte das "Time“-Cover in einer ähnlichen Pose: Mit einem Arm auf einen Stuhl gelehnt, blickte er ernst in Richtung Kamera.

Ohnehin beherrschte der Vergleich zwischen Hitler und Trump die sozialen Medien.

Der amerikanische Schriftsteller Shaun King etwa schrieb bei Twitter: „Nur eine Erinnerung. Hitler. Stalin. Putin.- Trump. Time Person des Jahres. Trump hat es ehrlich gesagt verdient, in dieser Gesellschaft zu sein.“

Auch im US-Fernsehen wurde über den heiklen Vergleich diskutiert. Die Journalistin Erin Schrode verteidigte die drastische Kritik an Trump beim US-Sender Fox News: "Es ist wichtig, dass wir nicht beginnen, Trumps Rhetorik für normal und sauber zu halten."

Und noch eine weitere Kleinigkeit fiel den Menschen auf: Die Macher des Magazins hatten das "M" des "Time"-Schriftzug so über Trumps Kopf platziert, dass es aussah, als hätte der Republikaner Teufelshörner auf dem Kopf. Ein gefunden Fressen, sowohl für Unterstützer und Gegner des Polit-Rüpels.

(ben)